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Montag, 2. Dezember 2019

Flick-Euphorie schon verflogen?

Das war bitter. Der FC Bayern kassierte eine bittere wie unnötige 1:2-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen. Dabei dominierte der FC Bayern die Partie über 90 Minuten, vergab aber eine Vielzahl an erstklassigen Tormöglichkeiten und wurde zweimal bitter ausgekontert.
Allerdings muß man die Startaufstellung des FC Bayern deutlich in Frage stellen. Diverse Spieler spielen nicht auf den Positionen, auf die sie hingehören.
Gelegentlich kann man das mal machen, aber es darf keine Dauerlösung sein. 
Weiterhin fehlten Niklas Süle und Lucas Hernandez verletzt. Deshalb MÜSSEN Benjamin Pavard und Jerome Boateng, der nach seiner Sperre in der Bundesliga wieder Spiel berechtigt war und ein paar Tage zuvor in Belgrad ein starkes Spiel machte, in der Innenverteidigung spielen. Boateng kam gegen Leverkusen aber gar nicht zum Einsatz, stattdessen spielten wieder Javier Martinez, der in der Schnelligkeit gegen die schnellen Leverkusener Spitzen nicht mithalten konnte, und David Alaba in der Innenverteidigung und Pavard außen. Alaba gehört aber auf die Außenverteidigerposition, genauso wie Joshua Kimmich, der aber wieder im Mittelfeld spielte, wo aber ein Thiago, der zunächst nur auf der Bank saß, oder ein Martinez hingehören.
Davies macht es auf der Außenverteidigerposition ganz ordentlich, das kann aber (noch) keine Dauerlösung sein, zumal er eigentlich ein Offensivspieler ist.
Gegen Leverkusen erhielt Ivan Perisic gegenüber Kingsley Coman, der erst spät eingewechselt wurde, den Vorzug. Auch unverständlich. Ein Peresic läßt es an Qualität vermissen. Philippe Coutinho, gegen Leverkusen auch eingewechselt, bleibt weiterhin stark hinter den Erwartungen zurück und ist keine Verstärkung. Von einem Coutinho muß man erwarten können, dass er den Unterschied macht, ein Spiel alleine entscheiden kann, ein Spiel an sich reißt und lenkt. Aber es kommt kaum etwas. Wenn Coutinho sich nicht augenblicklich deutlich steigert, sollte man ihn spätestens im nächsten Sommer wieder abgeben. Es hatte sicherlich einen Grund, warum der FC Barcelona ihn nicht gehalten hatte. Große Spieler brauchen in Topteams keine lange Anlaufzeit und funktionieren sofort. Als damals Arjen Robben oder Franck Ribery zum FC Bayern kamen, funktionierten die sofort und waren vom ersten Spiel an eine Verstärkung. Das ist bei Coutinho nicht der Fall, dann kann er kein großer Spieler sein.
Dennoch war der FC Bayern gegen Leverkusen von Beginn an die klar bessere Mannschaft und hätte in Führung gehen müssen, aber Serge Gnabry traf nur den Pfosten.Im Gegenzug kassierte der FC Bayern durch einen Konter durch Bailey das 0:1. Der FC Bayern spielte aber weiterhin mutig nach vorne und hatte Chancen, aber zweimal Gnabry, Thomas Müller und Perisic vergaben. Doch dann fiel endlich der längst überfällige Ausgleich. Müller traf zum 1:1. Aber erneut fast im Gegenzug ein neuerlicher Konter der Leverkusener. Bailey traf zum 1:2. Unfassbar. Der FC Bayern stand einfach zu hoch und zu offensiv und ließ sich zweimal amateurhaft auskontern. Das darf nicht passieren.
Der FC Bayern suchte aber nach der neuerlichen Antwort, aber fand sie nicht. Kurz vor der Pause hätte der Ausgleich fallen müssen. Gnabry mit der dicken Gelegenheit, aber anstatt es selbst zu machen, spielte er ab und vorbei war die Chance. 1:2 zur Pause. 
Kurz nach dem Wechsel hatte Leon Goretzka die große Chance zum Ausgleich, vergab aber. Die Leverkusener beschränkten sich in der zweiten Halbzeit noch mehr auf die Defensive, setzen nur gelegentlich Nadelstiche. Amiri und später noch Diaby brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Ansonsten spielte fast nur der FC Bayern. Perisic, Lewandowski und Thomas Müller vergaben die nächsten Bayern-Chancen. Dann traf Leon Goretzka nur den Pfosten des Leverkusener Tores. Einfach nur unfassbar. In der Schlußphase war der FC Bayern sogar in Überzahl, weil der Leverkusener Tah nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Der FC Bayern drückte und drückte, Robert Lewandowski traf nur die Latte. Es blieb aber bei der bitteren 1:2-Niederlage. Unfassbar. Die Leverkusener wissen wohl heute noch nicht wie sie das Spiel gewinnen konnten.
Natürlich ist der Sieg für Leverkusen mehr als unverdient, aber am Ende zählt das Ergebnis. Wer so viele beste Tormöglichkeiten wie der FC Bayern liegen läßt, u.a. dreimal Aluminium, das ist schon kein Pech mehr. Das ist mangelnde Qualität. Vom Ballbesitz und den Torchancen her hätte der FC Bayern klar und deutlich gewinnen müssen, scheiterte aber immer wieder am Alu, am Torwart oder am Unvermögen.
Durch die Niederlage rutschte der FC Bayern in der Tabelle auf den vierten Platz ab und hat jetzt wieder vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. Und jetzt kommt es knüppeldick. Am kommenden Samstag muß der FC Bayern in Mönchengladbach antreten. Dort hatte sich der FC Bayern schon oft schwer getan, egal mit welcher Mannschaft. Es droht dem FC Bayern der Verlust an weiterem Boden in der Bundesliga-Tabelle. 


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