Das nächste Spiel

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Montag, 28. Februar 2022

Sane mit dem goldenen Tor

Der FC Bayern hat mit einer starken Leistung die schwierige Auswärtshürde Eintracht Frankfurt gemeistert. Einen Tag vor dem 122.Klubgeburtstag siegte der FC Bayern in Frankfurt mit 1:0 und holte drei wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft. Das Tor des Tages erzielte der eingewechselte Leroy Sane.

Der FC Bayern mußte weiter auf Manuel Neuer, Leon Goretzka, Corentin Tolisso (alle verletzt) und Alphonso Davies verzichten. Zudem fiel noch Thomas Müller (Quarantäne) aus. Müller wurde von Jamal Musiala ersetzt. Auf den Flügeln stürmten Kingsley Coman, der rechtzeitig wieder fit wurde, und Serge Gnabry. Leroy Sane blieb zunächst nur die Bank, wurde aber später noch der entscheidende Mann.

Es entwickelte sich schnell eine temporeiche Partie, in der Benjamin Pavard für den FC Bayern die erste Gelegenheit hatte. Aber auch die Frankfurter hatten früh eine gute Möglichkeit, aber der Frankfurter Kostic bekam den Ball nicht im Bayern-Tor, gehütet von Sven Ulreich, unter. Auf der anderen Seite hatte dann Jamal Musiala eine Gelegenheit für den FC Bayern vertan. Mit zunehmender Spieldauer erarbeitete sich der FC Bayern aber ein Übergewicht und ein klares Chancenplus. Kingsley Coman, Robert Lewandowski und nochmal Coman vergaben aber eine mögliche Bayern-Führung. So ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel wurde der FC Bayern immer dominanter. Joshua Kimmich, Pavard und Lewandowski ließen aber weitere Möglichkeiten für den FC Bayern liegen. Doch dann fiel endlich das erlösende Führungstor für den FC Bayern. Der eingewechselte Leroy Sane sorgte für die hochverdiente Bayern-Führung. Der FC Bayern ließ in der Folge hinten nichts mehr anbrennen und brachte dann am Ende den verdienten Sieg ins Ziel.

Unterm Strich ein absolut verdienter Sieg des FC Bayern. Der FC Bayern war die klar Spiel bestimmende Mannschaft und hatte ein klares Chancenplus. Zudem stand die Defensive des FC Bayern endlich mal recht sicher und ließ hinten nicht viel zu. Am Ende drei verdiente Punkte für den FC Bayern und eine geglückte Revanche. Denn das Hinspiel in München hatte der FC Bayern noch sehr unglücklich mit 1:2 verloren.

Durch den Sieg in Frankfurt konnte der FC Bayern seinen Vorsprung an der Tabellenspitze sogar noch etwas ausbauen, weil der erste Verfolger Borussia Dortmund im Spiel beim FC Augsburg nicht über ein Unentschieden hinaus kam und überraschend zwei Punkte liegen ließ. So führt der FC Bayern die Bundesligatabelle aktuell mit acht Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund an.

Für den FC Bayern geht es am kommenden Samstag mit einem Heimspiel in der Bundesliga weiter. Und das ist ein echtes Spitzenspiel. Der FC Bayern empfängt dann in der heimischen Allianz Arena den Tabellendritten Bayer Leverkusen. Die Leverkusener präsentieren sich in der Rückrunde in absoluter Topform, gewannen u.a. bei Borussia Dortmund mit 5:2. Das wird eine ganz schwere Aufgabe für den FC Bayern. Da muß der FC Bayern eine absolute Topleistung bringen. Aufgrund des kommenden Programms ist es sicherlich nicht verkehrt, dass der FC Bayern aktuell ein paar Punkte Vorsprung hat. Es kommen noch einige schwere Spiele in dieser Saison. Die Meisterschaft ist noch nicht entschieden. Der FC Bayern darf nicht locker lassen und muß weiter sehr konzentriert in die nächsten Spiele gehen.



Freitag, 25. Februar 2022

Solidarität mit der Ukraine!

Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden. Der russische Faschist, Kriegsverbrecher, Diktator und Despot Putin hat die Ukraine überfallen, die russische Armee ist in der Ukraine einmarschiert. Die Russen bringen Leid, Tod und Verwüstungen in die demokratische Ukraine. Ein von Russland grundlos und ohne jede Not angezettelter Krieg. Der erste Angriffskrieg in Europa seit dem Einmarsch der Nazis 1939 in Polen. Putin ist der neue Hitler. Putin will seine Macht erweitern, träumt wieder vom Großreich der UDSSR und hat den Frieden in Europa gebrochen. Zudem stellt Putin eine große Gefahr dar, für Europa und für die ganze Welt. Dem Terrorist Putin ist alles zuzutrauen, bis hin zum Einsatz von Atomwaffen, der Welt hat er schon gedroht, sollte sich von Außen jemand in seinen Krieg einmischen. Was bis vor kurzem undenkbar war, ist bittere Realität geworden. Putin tritt Menschenrechte und das Völkerrecht mit Füssen.

Putin ist ein skrupelloser Kriegsverbrecher, der vor das Kriegsverbrechertribunal gehört und verurteilt werden muß. Putin und das komplette russische Unrechtsregime muß abgesetzt werden, er schadet auch seinem eigenen Volk. Putin muß, egal wie, ausgeschaltet werden, bevor der Verbrecher noch mehr Unheil anrichtet.

Wenn Putin jetzt nicht gestoppt wird, dann könnte er immer weiter machen. Viele Länder fühlen sich bedroht. Wegen Putin ist ein dritter Weltkrieg nicht unrealistisch. Die Sanktionen, die gegen Russland verhängt werden, werden Putin kaum kratzen und nicht stoppen. Die Welt schaut zu, wie ein Diktator und Kriegsverbrecher ein fast wehrloses und demokratisches Land überfällt. Eine Schande. Man muß die Ukraine mit Waffen beliefern und notfalls muß die NATO, auch wenn die Ukraine kein Mitglied ist, militärisch die Ukraine verteidigen. Es geht nicht "nur" um die Ukraine, sondern um die Verteidigung europäischer Werte und um Verteidigung der Demokratie. Putins Angriff auf die Ukraine ist auch ein Angriff auf Freiheit und Demokratie.

Europa, auch Deutschland, darf sich vom Russen nicht weiter abhängig machen und erpressen lassen. Dann müssen auch wir im Kampf für unsere Demokratie Einschnitte hinnehmen, dann werden halt Energiepreise, kurzfristig, teurer. Das muß man dann hinnehmen. Man muß dann eben andere Energiequellen suchen. Man darf diesem wildgewordenen und offensichtlich Geistes gestörten Despot Putin nicht weiter gewähren lassen. Man muß sämtliche diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland abbrechen. Mit diesem Regime darf man nicht mehr an einem Tisch sitzen. Unternehmen muß verboten werden weiter Handel mit Russland zu betreiben unter Androhung empfindlicher Strafen bei Zuwiderhandlung. Russland muß komplett isoliert werden in der Welt. Natürlich muß Russland auch aus dem Zahlungsverkehr SWIFT ausgeschlossen werden. Dass das noch nicht passiert ist, ist ein Skandal.

Zudem müssen sämtliche russischen Sportler und Mannschaften in sämtlichen Sportarten für internationale Wettkämpfe ausgeschlossen werden und in Russland dürfen keine internationalen Sportwettkämpfe und auch sonstige internationalen Veranstaltungen mehr stattfinden.

Überall wo es möglich ist muß man seine Solidarität mit der Ukraine bekunden. Deshalb fordern wir, dass die Allianz Arena in den Nationalfarben der Ukraine beleuchtet wird. Das wäre vom FC Bayern ein starkes Zeichen der Solidarität. Die Arena leuchtet gelegentlich in den Regenborgenfarben oder in anderen Farben zu besonderen Anlässen, der FC Bayern hatte die Initiative "Rot gegen Rassismus" ins Leben gerufen. Deshalb sollte und darf ein Beleuchten der Allianz Arena in den ukrainischen Farben nichts entgegen stehen. 

Vor allem gerade jetzt, während eines akuten Ereignisses, wäre es angebracht Haltung und Solidarität zu zeigen. Der FC Bayern setzt sich gegen Rassismus ein, dann muß jetzt auch ein starkes Zeichen kommen, da der Faschist Putin die Ukraine überfallen hatte. 

Der Sport ist immer auch politisch und da darf man sich nicht raus halten. Man darf auch nicht "neutral" sein, gerade bei so einem Verbrecher gegen das Völkerrecht und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, verübt durch die Russen.

1939 überfiel Hitler Polen, 2022 überfiel Putin die Ukraine. Absolut vergleichbar. Bei Hitler schaute die Welt zu lange zu und es mündete im 2.Weltkrieg. Dieser Fehler darf nicht noch mal gemacht werden. Putin muß mit allen Mitteln gestoppt werden, notfalls militärisch von der Weltgemeinschaft, wenn Putin nicht freiwillig einlenkt.



Montag, 21. Februar 2022

4:1, aber viel Luft nach oben

Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen in Bochum und Salzburg kam der FC Bayern im Bundesliga-Heimspiel gegen den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth zu einem 4:1-Sieg. Allerdings tat sich der FC Bayern, vor allem in der ersten Halbzeit, extrem schwer und mußte sogar einem Rückstand hinter herlaufen.

Weiterhin fehlten Manuel Neuer und Leon Goretzka (beide verletzt) und Alphonso Davies. Zudem mußte der FC Bayern auch auf den angeschlagenen Kingsley Coman verzichten. Serge Gnabry saß zunächst nur auf der Bank. Ebenfalls zunächst nur auf der Bank saß Niklas Süle. Für Coman, Gnabry und Süle begannen Marcel Sabitzer, Omar Richards und Dayot Upamecano. Jamal Musiala war nach seiner Corona-Infektion wieder im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.

Der FC Bayern begann recht passabel und hatte durch Leroy Sane und Corentin Tolisso die ersten Abschlüsse. Der FC Bayern dominierte das Spielgeschehen, tat sich aber zunehmend schwer zu klaren Torgelegenheiten zu kommen. Dann verletzte sich noch Tolisso und mußte ausgewechselt werden. Serge Gnabry kam in die Partie. Es entwickelte sich eine ereignisarme Partie mit kaum Torraumszenen. Die Fürther standen hinten gut und lauerten auf Konter. Dem FC Bayern fiel nicht viel ein. Kurz vor der Pause der Schock. Wie aus dem Nichts gingen die Fürther durch Hrgota in Führung. Die nächste Blamage für den FC Bayern drohte. Thomas Müller hatte dann die wohl beste Gelegenheit des FC Bayern in der ersten Halbzeit, scheiterte aber bei seinem Abschluß und so ging es mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde es dann noch offensiver beim FC Bayern. Eric Maxim Choupo-Moting kam für Omar Richards in die Partie. Und das zahlte sich gleich aus. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff gelang dem FC Bayern der Ausgleich. Wer war mal wieder der Retter? Klar, Robert Lewandowski erzielte das wichtige 1:1. Was wäre der FC Bayern nur ohne LewanGOALski? In der Folge machte der FC Bayern Druck und drängte auf die Führung, die dann auch zustande kam. Thomas Müller brachte den Ball vor das Fürther Tor und der Fürther Griesbeck bugsierte den Ball ins eigene Tor zur Führung für den FC Bayern. Unerklärlich ist, dass der FC Bayern nach der Führung statt auf das dritte Tor zur drängen, die Fürther wieder ins Spiel kommen ließ. Plötzlich hatte Fürth die ein oder andere Gelegenheit. Der Fürther Christiansen traf nur den Pfosten. Und noch ein Aluminiumtreffer. Auch der Fürther Meyerhöfer scheitert am Alu. Es darf nicht sein, dass sich der FC Bayern bei Führung vom Tabellenletzten noch so in Bedrängnis bringen lässt. Der FC Bayern zwar feldüberlegen, aber bei den Fürthern Konter war Vorsicht geboten. Schließlich erlöste Robert Lewandowski den FC Bayern und traf zum 3:1. Das war dann die Entscheidung. Nachdem Thomas Müller noch eine Gelegenheit liegen ließ war es dann der eingewechselte Choupo-Moting, der kurz vor Schluß noch einen drauf legte und für den 4:1-Endstand für den FC Bayern sorgte.

Das Ergebnis klingt deutlich, aber über weiter Strecken tat sich der FC Bayern sehr schwer gegen gut eingestellte Fürther. Die erste Halbzeit war völlig zum Vergessen. Nach der Pause steigerte sich der FC Bayern deutlich, ließ aber nach der Führung wieder etwas nach und dadurch kamen die Fürther noch zu guten Gelegenheiten. Auch aufgrund der klaren Feldvorteile und der deutlichen Steigerung nach der Pause ist der Sieg verdient, aber es ist noch viel Luft nach oben. Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten darf man sich als FC Bayern, erst recht im eigenen Stadion, nicht so in Bedrängnis bringen lassen.

Durch den Heimsieg konnte der FC Bayern seinen Vorsprung an der Tabellenspitze verteidigen und liegt weiter sechs Punkte vor dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund.

Für den FC Bayern geht es am kommenden Samstag mit einem weiteren schweren und unangenehmen Auswärtsspiel weiter. Dann muß der FC Bayern in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt antreten. In Frankfurt tat sich der FC Bayern schon oft schwer und gerade auch zuletzt. Auch das Hinspiel daheim gegen die Frankfurter ging, trotz drückender Überlegenheit, verloren. Der FC Bayern muß sich wieder deutlich steigern und vor allem mal wieder über 90 Minuten eine gute Leistung bringen, ansonsten droht in Frankfurt ein weiterer Rückschlag und die Meisterschaft könnte in ernste Gefahr geraten.



Donnerstag, 17. Februar 2022

Coman rettet FC Bayern

Die erhoffte Reaktion nach der Blamage in Bochum war es zwar nicht ganz, aber immerhin nicht verloren. Durch ein spätes Tor durch Kingsley Coman kurz vor Schluß erreichte der FC Bayern im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim österreichischen Meister FC Salzburg ein am Ende verdientes 1:1-Unentschieden. Dabei war, wie schon in Bochum, die erste Halbzeit die deutlich schlechtere Hälfte, in der der FC Bayern wieder mal Defensivprobleme offenbarte. Allerdings ganz so desaströs wie in Bochum war es dann doch nicht.

Beim FC Bayern fehlten weiterhin die verletzten Manuel Neuer und Leon Goretzka, sowie Jamal Musiala (Corona) und Alphonso Davies. Für Neuer stand wieder Sven Ulreich im Tor. Corentin Tolisso begann neben Joshua Kimmich im defensiven Mittelfeld. Dafür blieb für den in Bochum völlig von der Rolle agierenden Dayot Upamecano nur ein Platz auf der Bank.

Die Salzburger begannen mutig und hatten durch Aaronson und Camara die ersten Abschlüsse. In der Anfangsphase drohte die Bayern-Abwehr wieder ziemlich zu wackeln. Serge Gnabry hatte dann aber die erste Gelegenheit für den FC Bayern. Es entwickelte sich eine muntere Partie. Der FC Bayern hatte dann durch Thomas Müller und Kingsley Coman weitere Abschlüsse, der Treffer fiel aber für den FC Salzburg. Adamu brachte die Österreicher in Front. Kurz darauf die nächste gefährliche Aktion des FC Salzburg, aber Aaronson vergab. Endlich meldete sich der FC Bayern wieder zurück, aber Leroy Sane vergab eine Möglichkeit. In der Schlußphase der ersten Halbzeit versuchte der FC Bayern noch zum Ausgleich zu kommen und hatte einige Abschlüsse durch Gnabry und Coman, aber die 100%-Dinger waren nicht dabei. Kurz vor der Pause wurde es dann noch mal vor dem Bayern-Tor gefährlich. Der Salzburger Adeyemi kommt im Bayern-Strafraum zu Fall, es gab aber zurecht keinen Strafstoß. So ging es mit einer 1:0-Führung für den FC Salzburg in die Halbzeit.

Die zweite Hälfte entwickelte sich fast zu einem Spiel auf ein Tor, auf das Tor der Salzburger. Endlich wurde der FC Bayern deutlich dominanter und drückte. Es gab auch einige Abschlüsse Doch Coman, Gnabry und Sane scheiterten. Dann Thomas Müller, aber auch er brachte den Ball nicht über die Linie. Weiter nur der FC Bayern. Erneut bringen Coman und Sane den Ball nicht im Salzburger Tor unter. In dieser Phase lag der Ausgleich in der Luft. Plötzlich aber auf der anderen Seite Adeyemi und Adamu für die Salzburger mit der Gelegenheit auf den zweiten Treffer, aber diesmal konnte die Bayern-Abwehr retten. Ein zweiter Salzburger Treffer wäre allerdings nicht verdient gewesen. Es sollte zudem die einzige nennenswerte Offensivaktion des FC Salzburg im zweiten Durchgang bleiben. Die nächste Chance für den FC Bayern vergab dann der eingewechselte Eric Maxim Choupo-Moting. Es sollte scheinbar wieder nicht sein. Dann aber, als wohl kaum noch jemand damit gerechnet hatte, fiel kurz vor Schluß doch noch der mehr als verdiente Ausgleich. Kingsley Coman traf zum überaus wichtigen 1:1. Dabei blieb es dann. Mit dem Unentschieden kann man als FC Bayern sicherlich leben, obwohl aufgrund der zweiten Halbzeit, die der FC Bayern sehr dominant und überlegen bestritt, mehr drin gewesen wäre. In der ersten Halbzeit lieferten die Salzburger ein Spiel auf Augenhöhe, aber in der zweiten Halbzeit war von den Salzburgern bis auf die eine gute Gelegenheit nicht mehr viel zu sehen.

Dieses Unentschieden ist für das Rückspiel am 8.März 2022 in München sicher eine gute Ausgangssituation, wenn gleich seit dieser Saison die Auswärtstorregel abgeschafft wurde. Es wird auf jeden Fall spannend im Rückspiel. Immerhin ist der FC Bayern jetzt seit mittlerweile 22 Auswärtsspielen in Folge in der Champions League ungeschlagen.

Bis zum Rückspiel gegen den FC Salzburg ist es aber noch etwas hin. Vorher steht erstmal wieder Bundesliga auf dem Programm und da sollte der FC Bayern nach der Pleite in Bochum so schnell wie möglich wieder in die Spur finden. Erste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth. Aber selbst gegen die Fürther ist Vorsicht geboten. In der Rückrunde spielen die Fürther deutlich stabiler als in der Hinrunde und scheinen sich im Kampf gegen den Abstieg noch nicht aufgegeben zu haben. Der FC Bayern ist derzeit nicht in der Position jemanden unterschätzen zu können und muß sich noch um einiges weiter steigern. Nach dem desaströsen Spiel in Bochum war der Auftritt in der Champions League beim FC Salzburg ein guter Anfang, aber es gibt auf jeden Fall noch Luft nach oben, vor allem in der Defensive.



Montag, 14. Februar 2022

Eine Frechheit!

Man kann mal ein Spiel verloren, auch in Bochum. Es kommt aber immer auf das "Wie" drauf an. So wie sich der FC Bayern im Bundesliga-Auswärtsspiel beim VfL Bochum, vor allem in der ersten Halbzeit, präsentierte, geht gar nicht, ist eines FC Bayern unwürdig und so darf man nicht auftreten. In keinem Spiel. Da geht man schon in Führung und zerfällt dann innerhalb weniger Minuten und kassiert vier Tore. Am Ende steht eine blamable 2:4-Niederlage nach einer über weite Strecken indiskutablen Leistung. 

Sicher, es hätte auch anders laufen können. Hätte Lewandowski die Chance zum 2:1 genutzt, hätte es diesen unnötigen Strafstoß nicht gegeben, dann wäre das Spiel sicher anders verlaufen. Und die Tore drei und vier der Bochumer werden wohl auch kaum noch mal so fallen. Es war ein Tag zum Vergessen. Beim FC Bayern klappte nicht viel, das Glück war nicht auf Seiten des FC Bayern und bei den Bochumern klappte alles. Es sollte einfach nicht sein.

Das Spiel erinnerte in der ersten Halbzeit stark an das Debakel im DFB-Pokal in Mönchengladbach. Die Defensive war eine einzige Katastrophe. Ist Niklas Süle mit den Gedanken schon in Dortmund? Dayot Upamecano, nicht zum ersten Mal, ein Totalausfall. Mit dieser Defensive wird der zehnte Meistertitel in Folge arg gefährdet, von der Champions League braucht man gar nicht reden.

Beim FC Bayern fehlten Manuel Neuer, Leon Goretzka (beide verletzt), Jamal Musiala (Corona) und Alphonso Davies. Die Afrika-Cup-Fahrer Eric Maxim Choupo-Moting und Bouna Sarr sind wieder zurück. Während Sarr aber noch nicht im Kader stand, war Choupo wieder dabei und kam sogar in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Für Neuer stand Sven Ulreich im Tor.

Offensiv bot der FC Bayern alles auf, aber man muß sich fragen warum mit wenig Absicherung gespielt wurde. Nur Joshua Kimmich auf der Sechs. Da muß sich Nagelsmann Fragen gefallen lassen. Es ist bekannt, dass die Bochumer schnelle Konterspieler haben und dann kaum Absicherung nach hinten. Erst zur Pause, als es bereits 1:4 stand, reagierte Nagelsmann und brachte Corentin Tolisso für Upamecano. Viel zu spät.

Das Spiel begann noch nicht mal schlecht. Robert Lewandowski brachte den FC Bayern früh in Führung. Doch nur wenige Minuten später gelang den Bochumern durch Antwi-Adjei bereits der Ausgleich. Alles noch kein Beinbruch. Dann vielleicht die Schlüsselszene des Spiels. Lewandowski hatte die erneute Führung des FC Bayern auf dem Fuß, vergab aber. Kurz darauf sprang Upamecano im eigenen Strafstoß der Ball an die Hand und es gab Strafstoß für den VfL Bochum. Keine Torgefahr in der Szene und aus kürzester Entfernung. Da muß man nicht zwingend auf den Punkt zeigen, aber an diesem Tag lief alles gegen den FC Bayern. Locadia verwandelte den Strafstoß zur Bochumer Führung. Was dann aber passierte ist unerklärlich und darf einer Mannschaft wie dem FC Bayern nicht passieren. Anstatt eine Trotzreaktion zu zeigen, stand man völlig neben sich und ließ die Bochumer spielen und das rächte sich. In den paar Minuten vor der Pause fing sich der FC Bayern durch Gamboa und Holtmann noch zwei weitere Gegentreffer. Zwei Glücksschüsse der Bochumer, die den Ball wohl nie wieder so treffen werden. Aber an diesem Tag klappte bei den Bochumern alles und beim FC Bayern fast nix. 1:4 zur Pause. Ein Desaster.

Nach dem Wechsel wäre es fast noch schlimmer gekommen, denn in der Anfangsphase der zweiten Hälfte lag der Ball zwei weitere Male im Bayern-Tor. Beide Treffer wurden aber zurecht wegen Abseits nicht gegeben. Erst danach wachte der FC Bayern so langsam auf und versuchte noch etwas am Ergebnis zu drehen. Erst vergab Lewandowski noch zwei Gelegenheiten, doch dann traf er zum 2:4 und machte sein zweites Tor in der Partie. Fast hätte Lewansowski noch einen dritten Treffer markiert, scheiterte aber an der Latte. Serge Gnabry hatte dann noch eine Möglichkeit, aber es half alles nichts mehr. Am Ende verlor der FC Bayern mit 2:4 beim VfL Bochum. 

Eine schwache Defensive und zwei Glückstore kosteten dem FC Bayern die Punkte. Gerade so wie der FC Bayern die letzten Minuten vor der Pause aufgetreten ist, war unter aller Kanone und eine Frechheit. Wenn man schon nicht so gut im Spiel ist, dann sollte man wenigstens versuchen mit einem 1:2 in die Kabine zu kommen, dann wäre nach der Pause noch alles möglich gewesen, aber die Bochumer derart zum Toreschießen "einladen" geht gar nicht. Bei allem Respekt für den VfL Bochum, aber als FC Bayern darf man gegen so einen Gegner niemals verlieren und erst recht keine vier Gegentore kassieren. Das ist absolut peinlich und blamabel.

Durch die peinliche Niederlage in Bochum hat der FC Bayern in der Bundesligatabelle jetzt nur noch sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund. So ein Spiel wie das in Bochum darf sich der FC Bayern in dieser Saison nicht mehr leisten, ansonsten könnte die Meisterschale in große Gefahr geraten. Der FC Bayern hat noch einige unangenehme Aufgaben, ähnlich wie die in Bochum, zu absolvieren.

Am kommenden Mittwoch steht für den FC Bayern das Hinspiel im Achtelfinale der Champions League beim FC Salzburg auf dem Programm. Die Salzburger sind gut drauf und konnten alle drei Heimspiele in der Gruppenphase in dieser Saison in der Champions League gewinnen. Wenn der FC Bayern sich da ähnlich präsentiert wie in Bochum, gerade defensiv, dann muß man Schlimmes befürchten.

Vom FC Bayern muß jetzt in den nächsten Spielen eine Reaktion kommen, egal wie der Gegner heißt, ansonsten könnten die zwei Ziele, die der FC Bayern in dieser Saison noch hat, in große Gefahr geraten. Aber man braucht sich nichts vormachen. Mit dieser Defensive ist es praktisch unmöglich in der Champions League ganz Großes zu erreichen. 



Montag, 7. Februar 2022

FC Bayern ringt Leipzig nieder

Der FC Bayern kam zu seinem ersten Heimsieg 2022. In einem spannenden und engen Spiel zweier offensivstarker Mannschaften gewann der FC Bayern gegen den Ex-Verein von Julian Nagelsmann, RB Leipzig, verdient mit 3:2.

Verzichten mußte der FC Bayern im Topspiel weiter auf Eric Maxim Choupo-Moting, Bouna Sarr (beide beim Afrika-Cup), Leon Goretzka (verletzt) und Alphonso Davies. Corentin Tolisso ersetzte im Mittelfeld wieder Leon Goretzka. Defensiv agierte der FC Bayern mit Benjamin Pavard, Niklas Süle und Lucas Hernandez in einer Dreierkette. Die Ex-Leipziger in Diensten des FC Bayern, Dayot Upamecano und Marcel Sabitzer, saßen zunächst auf der Bank, kamen beide im Verlauf der zweiten Halbzeit aber noch in die Partie.

Das Spiel begann von beiden Seiten schwungvoll, es gab keine großartige Abtastphase. Thomas Müller brachte den FC Bayern früh in Front. Die Leipziger wirkten aber nicht geschockt und hatten in der Folge ihre vielleicht beste Phase in der Partie. Olmo vergab gleich zwei Gelegenheiten für die Leipziger. Dann fiel aber doch der Ausgleich. Silva traf zum 1:1. Das Gegentor schien wie ein Weckruf zu sein für den FC Bayern, der sofort wieder in den Offensivmodus schaltete und auf die erneute Führung drängte. Thomas Müller, Kingsley Coman, der nur den Pfosten traf, und Leroy Sane vergaben zunächst Gelegenheiten für den FC Bayern. Dann war der Ball endlich wieder im Leipziger Tor. Erneut traf Müller. Doch der Treffer zählte nicht, weil im Vorwege des Treffers ein Foul von Robert Lewandowski vorgelegen haben soll. So blieb es zunächst beim 1:1. Aber nicht lange. Kurz vor der Pause dann doch noch die erneute Führung für den FC Bayern. Robert Lewandowski netzte zum 2:1 ein. Mit dieser 2:1-Führung ging es dann in die Halbzeit.

Nach der Pause vergab zunächst Lewandowski die Gelegenheit zu erhöhen. Doch dann der Rückschlag. Die Leipziger kamen überraschend zum erneuten Ausgleich. Nkunku erzielte das 2:2. Der FC Bayern wollte aber gleich wieder die Führung und bekam sie. Nur ein paar Minuten nach dem Ausgleich ging der FC Bayern zum dritten Mal in Führung. Einen Ball von Serge Gnabry lenkte der Leipziger Gvardiol ins eigene Tor zum 3:2 für den FC Bayern. Gnabry erzwang dieses Eigentor. Der FC Bayern wollte nachlegen und das Spiel zumachen, aber zweimal Lewandowski vergab die Entscheidung. So blieb es weiter spannend und die Leipziger wurden noch mal gefährlich. Zunächst hatte Szoboszlai eine Gelegenheit für die Leipziger und schließlich vergab noch Forsberg eine Leipziger Möglichkeit. Am Ende schaukelte der FC Bayern dann schließlich die Partie und den Sieg über die Zeit.

Ein eminent wichtiger 3:2-Sieg für den FC Bayern nach einem spannenden Match. Unterm Strich sicher ein verdienter Sieg für den FC Bayern gegen starke Leipziger, die ihre gute Form nach dem Jahreswechsel auch beim FC Bayern bestätigten.

Durch den Sieg gegen RB Leipzig konnte der FC Bayern seinen Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen, weil der erste Verfolger Borussia Dortmund im Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen verlor. Neun Punkte beträgt jetzt der Vorsprung des FC Bayern an der Tabellenspitze vor dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund.

Schlechte Nachrichten gab es aber von Manuel Neuer. Neuer, der gegen RB Leipzig seinen 310. Bundesligasieg errang und damit mit dem Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern, Oliver Kahn, gleich zog und Kahns Rekord einstellte, mußte sich einer Operation am Knie unterziehen und wird damit wohl einige Wochen ausfallen. Das ist natürlich ein herber Verlust für den FC Bayern. Das könnte aber natürlich jetzt wieder die Gelegenheit für Bayerns Nummer zwei Sven Ulreich werden.

Für den FC Bayern geht es am kommenden Samstag in der Bundesliga beim VfL Bochum weiter. Die nächste knifflige Aufgabe. Der Aufsteiger aus Bochum spielt bisher eine konstante und solide Saison und konnte vor allem bei Heimspielen überzeugen. Ein heimstarker Gegner wartet auf den FC Bayern. Nach dem kommenden Wochenende wartet dann der FC Salzburg auf den FC Bayern im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League.