Der FC Bayern steht im Halbfinale der Champions League! Aber was war das bitte für ein Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid? Nichts für schwache Nerven. Es fehlte nicht viel zum Herzkasper. Der FC Bayern lag dreimal zurück und kam dreimal wieder und siegte am Ende mit 4:3. Mal wieder war auch der Schiedsrichter in Spielen gegen Real Madrid ein Thema.
Beim FC Bayern fehlten Lennart Karl, Tom Bischof und Sven Ulreich verletzt. Ansonsten waren alle an Bord. Der FC Bayern ging mit seiner wohl besten Startelf ins Spiel. Vorne mit Harry Kane, dahinter Serge Gnabry, Michael Olise und Luis Diaz. Joshua Kimmich und Alexandar Pavlovic im Mittelfeld. Vor Manuel Neuer verteidigten Josip Stanisic, Dayot Upamecano, Jonathan Tah und Konrad Laimer. Für Jamal Musiala und Alphonso Davies blieb zunächst nur die Bank.
Das Spiel begann denkbar schlecht. Nach einem schweren Patzer von Manuel Neuer brauchte Güler den Ball nur noch ins leere Tor schießen. Nach nur wenigen Sekunden lag der FC Bayern hinten und der Vorsprung vom 2:1-Hinspielsieg war bereits aufgebraucht. Aber der FC Bayern antwortete. Nur wenige Minuten später erzielte Alexandar Pavlovic bereits den Ausgleich. Der FC Bayern war wieder im Spiel. Der FC Bayern dominierte die Partie, aber Real Madrid war bei Kontern stets gefährlich. Mbappe mit einer guten Gelegenheit für Real. Dann ein guter Abschluss für den FC Bayern durch Joshua Kimmich. Konrad Laimer soll dann Brahim Diaz von Real Madrid vor dem Bayern-Strafraum gefoult haben. Wenn überhaupt, dann war es nur eine minimale Berührung. Eine klare Fehlentscheidung. Den Freistoß trat Güler und der Ball landete zur erneuten Real-Führung im Bayern-Tor. Bitter. Der FC Bayern versuchte abermals zu antworten und fand die richtige Antwort. Nur einige Minuten nach dem erneuten Rückstand folgte der erneute Ausgleich. Harry Kane traf zum 2:2. Dann wieder Real mit einer guten Möglichkeit, aber Vinicius Junior scheiterte an der Latte. Allerdings geriet der FC Bayern nur wenig später zum dritten Mal in Rückstand. Mbappe traf zum 2:3. Unfassbar. Allerdings hätte auch das Tor nicht gelten dürfen, denn im Vorfeld des Treffers wurde Josip Stanisic ganz klar von Reals Rüdiger gefoult. Das hätte zumindest überprüft und der Schiedsrichter sich nochmal ansehen müssen. Die zweite krasse Fehlentscheidung zu Ungunsten des FC Bayern. Zudem sah Trainer Vincent Kompany noch die gelbe Karte und ist damit für das Hinspiel im Halbfinale gesperrt. Nach einer aufregenden ersten Halbzeit lag der FC Bayern mit 2:3 hinten. Ein unglücklicher Rückstand.
Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit hatte Luis Diaz eine gute Gelegenheit für den FC Bayern. Kurz darauf nächste Bayern-Chance durch Upamecano. Auf der anderen Seite vergab Mabappe eine gute Möglichkeit für Real. Der FC Bayern weiter Spiel bestimmend, aber man musste immer aufpassen vor den Real-Kontern. Vinicius Junior mit der nächsten Möglichkeit für Real. Dann wieder der FC Bayern mit einer guten Möglichkeit durch Luis Diaz. Michael Olise für den FC Bayern mit einem guten Versuch, aber weiter 2:3. Nächste Bayern-Chance durch Upamecano. Der Ausgleich wäre längst verdient. Nächster Versuch des FC Bayern durch Olise. Dann brach die Schlussphase an. Der FC Bayern klar überlegen und drängte auf den Ausgleich. Da sah der bereits verwarnte Camavinga von Real Madrid wegen unsportlichen Verhaltens völlig zu Recht die Gelb/Rote Karte. Der FC Bayern fortan in Überzahl. Und es dauerte nur wenige Minuten bis der FC Bayern diesen Vorteil nutzen konnte. Da zog Luis Diaz ab und traf zum hochverdienten 3:3. Damit war der FC Bayern im Halbfinale. Aber der FC Bayern legte noch einen drauf. In der Nachspielzeit haute Michael Olise den Ball sogar noch zum 4:3-Siegtreffer für den FC Bayern ins Netz. Spiel gedreht. Reals Güler bekam wegen Meckerns dann noch die Rote Karte. Aber das ist nur eine Randnotiz. Mit 4:3 gewann der FC Bayern das Rückspiel gegen Real Madrid nach einem Nerven zerrenden Spiel und hat damit beide Spiele in dieser KO-Runde gegen Real Madrid gewonnen und steht völlig verdient im Halbfinale der Champions League.
Über weite Strecken dominierte der FC Bayern auch das Rückspiel, hatte aber Pech, dass ein krasser Torwartfehler und zwei Fehlentscheidungen des Schiedsrichters zu Gegentoren führten. Der FC Bayern zeigte aber Moral und kam immer wieder zurück. Gefährlich wurde Real Madrid bei Kontern, aber an der Rechtmäßigkeit des Bayern-Sieges und des Weiterkommens gibt es keine Zweifel.
Real Madrid hat kein Recht sich über den Schiedsrichter zu beklagen. Dass zweite und dritte Real-Tor hätte gar nicht zählen dürfen. Die Gelb/Rote Karte kurz vor Schluss gegen Camavinga war absolut berechtigt. Wer schon verwarnt ist sollte sich nicht unsportlich im Sinne des Spiels verhalten.
Eine Anmerkung aber noch: Das Auftreten und Verhalten auf dem Platz von Real Madrids Antonio Rüdiger ist unerträglich und ekelhaft. So ein Spieler sollte in der Nationalmannschaft nichts mehr zu suchen haben.
Der europäische Clasico zwischen dem FC Bayern und Real Madrid lieferte in beiden Spielen ein wahres Offensiv-Spektakel. Es war der erste Heimsieg des FC Bayern gegen Real Madrid in einem Pflichtspiel nach zuvor vier sieglosen Versuchen (ein Remis, drei Niederlagen) und erstmals nach zuvor vier vergeblichen Versuchen kam der FC Bayern endlich mal wieder in einem KO-Duell gegen Real Madrid eine Runde weiter. Diesmal konnte auch eine desolate Schiedsrichterleistung das Weiterkommen des FC Bayern nicht verhindern.
Im Halbfinale der Champions League trifft der FC Bayern auf Titelverteidiger Paris St. Germain. PSG setzte sich im Viertelfinale mit zwei Siegen gegen den FC Liverpool durch. Das wird der nächste harte Brocken für den FC Bayern. In der Ligaphase konnte der FC Bayern in Paris mit 2:1 gewinnen, aber das spielt für das Halbfinale keine Rolle.
Das Hinspiel findet am Dienstag, den 28.April 2026 in Paris statt und das Rückspiel steigt am Mittwoch, den 6.Mai 2026, in München.
Für den FC Bayern geht es aber erstmal am kommenden Sonntag in der Bundesliga weiter. Dann gastiert der formstarke VfB Stuttgart in München in der Allianz Arena zum Südschlager. Gegen den aktuellen Tabellendritten aus Stuttgart sollte man auf eine Großrotation verzichten. Gegen St. Pauli mag es reichen, gegen den SC Freiburg wäre es fast schief gegangen und der VfB Stuttgart ist da noch ein anderes Kaliber. Aber weil nur drei Tage später schon das Halbfinale im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen ansteht und auch die Halbfinalspiele in der Champions League gegen PSG nicht weit weg sind muss wohl mit einer größeren Rotation gerechnet werden.










.jpg)


.jpg)
.jpg)