Das nächste Spiel

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Montag, 4. Mai 2026

Olise verhindert Komplett-Blamage

Erster gegen Letzter. Eigentlich müsste das eine klare Angelegenheit sein. Aber der FC Bayern tat sich im Bundesligaspiel gegen den 1.FC Heidenheim zwischen den beiden PSG-Spielen mit einer B-Elf extrem schwer, lag zweimal hinten und konnte erst tief in der Nachspielzeit gerade so ein 3:3-Unentschieden retten. 

Beim FC Bayern fehlten Serge Gnabry, Lennart Karl und Raphael Guerreiro (alle verletzt). Tom Bischof war nach Verletzung wieder im Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Es wurde erwartungsgemäß wieder viel rum rotiert. So saßen u.a. Manuel Neuer, Dayot Upamecano (kam nicht zum Einsatz), Joshua Kimmich, Luis Diaz, Michael Olise und Harry Kane nur auf der Bank. Neuer wurde im Tor durch Jonas Urbig vertreten. Minjae Kim und Hiroki Ito spielten in der Defensive. Nachwuchsspieler Ndiaye spielte neben Leon Goretzka im Mittelfeld. Und hinter Kane-Vertreter Nicolas Jackson spielten Alexandar Pavlovic, Jamal Musiala und Konrad Laimer. Eine merkwürdige Formation und das merkte man auch im Spiel, besonders in der ersten Halbzeit.

Der FC Bayern kontrollierte zunächst die Partie ohne aber zu großen Chancen zu kommen. Leon Goretzka und Hiroki Ito hatten Abschlüsse für den FC Bayern. Mit der ersten richtigen gefährlichen Aktion gingen dann plötzlich die Heidenheimer durch Zivzivadze in Führung. Wenig später hatten die Heidenheimer, die frecher wurden, durch Dinkci die nächste Gelegenheit. Aber wieder nur ein paar Minuten später war es dann passiert. Dinkci traf für Heidenheim, die Bayern-Abwehr pennte mal wieder. 0:2. Unglaublich. Kurz vor der Pause dann wenigstens noch der Anschlusstreffer für den FC Bayern durch Leon Goretzka. Jamal Musiala, der ansonsten blass blieb, hatte dann noch eine Möglichkeit. Mit einem blamablen 1:2 ging es in die Halbzeit.

Zur zweiten Halbzeit kamen dann beim FC Bayern direkt Joshua Kimmich, Luis Diaz, Michael Olise und Harry Kane in die Partie. Ein Zeichen, dass Trainer Kompany mit der ersten Halbzeit sicher nicht zufrieden war. Weil die zweite Reihe murks spielte musste dann doch der Topsturm noch ran. Es war dann auch sofort mehr Zug im Spiel des FC Bayern. Nicolas Jackson und Minjae Kim vergaben zunächst noch Möglichkeiten zum Ausgleich. Doch dann war es erneut Leon Goretzka, der traf und den Doppelpack schnürte. 2:2. Der FC Bayern war jetzt am Drücker. Erst vergab Michael Olise, dann traf Joshua Kimmich nur den Pfosten des Heidenheimer Tores. Doch plötzlich hatte Heidenheim, bis dahin offensiv seit dem Wechsel kaum präsent, durch Dinkci eine dicke Gelegenheit zur erneuten Führung. Dann wieder der FC Bayern, aber Luis Diaz vergab. Stattdessen traf kurz darauf erneut Zivzivadze für Heidenheim. 2:3. Wieder Rückstand. Unfassbar. Und das gegen den Tabellenletzten. Der FC Bayern drückte in der Folge auf den erneuten Ausgleich. Leon Goretzka mit einen guten Abschluss. Michael Olise traf nur den Pfosten. Nicolas Jackson vergab die nächste Bayern-Chance. Heidenheim stand nur noch hinten drin. Wegen einer langen Verletzungsunterbrechung gab es eine dementsprechende Nachspielzeit. Und tatsächlich. Tief in der Nachspielzeit gelang dem FC Bayern dann doch noch der insgesamt sicher verdiente Ausgleich. Ein Schuss von Michael Olise ging an den Pfosten, von dort prallte er an den Rücken von Heidenheim-Keeper Ramaj und vom Rücken kullerte der Ball über die Linie ins Tor. Sicher ein glücklicher Treffer. Dann war Schluss. Es blieb beim 3:3.

Aufgrund des späten Zeitpunktes und wie das Tor zustande kam sicher ein glückliches Remis für den FC Bayern, aber wegen der vielen Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit natürlich verdient. Dennoch ist es schon blamabel, dass man am Ende gegen den Tabellenletzten mit einem Unentschieden zufrieden sein muss. Dass was die zweite Reihe in der ersten Halbzeit ablieferte geht gar nicht. Kompany sollte es mit dem Rotieren nicht übertreiben, da läuft dann nämlich nicht viel zusammen. Erschreckend ist auch, dass, wenn ein paar Stammkräfte draußen sind, man selbst gegen den Tabellenletzten Probleme bekommt. Da sollte zur neuen Saison nachgebessert werden. Im Idealfall sollte jede Position doppelt und gleichwertig besetzt sein.

Auffällig ist zudem, und das kann nicht mehr bestritten werden, dass der FC Bayern mittlerweile ein großes Defensivproblem hat. Drei Gegentore gegen Real Madrid, zwei gegen den VfB Stuttgart, Drei in Mainz, fünf in Paris und drei gegen Heidenheim. Das macht 16 Gegentore in den letzten sechs Spielen. Das ist deutlich zu viel. Mit so einer Defensive kann einem vor dem Rückspiel gegen PSG Angst und Bange werden. An der Defensive muss gearbeitet werden. Alleine sechs Gegentore in zwei Spielen gegen Gegner wie Mainz und Heidenheim geht gar nicht. Auch wenn man schon als Deutscher Meister fest steht so, gerade defensiv, darf man sich als FC Bayern nicht präsentieren. Aber wenn ständig rotiert wird, auch defensiv, dann kann natürlich Stabilität und Abstimmung verloren gehen und die Folge sind zu viele Gegentore.

Am kommenden Mittwoch steht dann das Rückspiel im Halbfinale der Champions League zu Hause in der Allianz Arena gegen Paris St. Germain an. Der FC Bayern muss die 4:5-Niederlage aus dem Hinspiel drehen. Der FC Bayern muss mit zwei Toren Differenz gewinnen, wenn er ins Finale der Champions League einziehen will. Wie das bei dieser Abwehr gelingen soll ist ein Rätsel. Der FC Bayern braucht einen Sahnetag, PSG muss einen schlechten Tag haben und der FC Bayern braucht jede Menge Glück. Es wird auf jeden Fall eine extrem schwierige Aufgabe für den FC Bayern. Man hätte gegen Heidenheim, wenn man von Anfang an mit der best möglichen Elf gespielt hätte, klar gewinnen können, sich warm schießen können und sich Selbstvertrauen holen können. Dafür ist das 3:3 aber zu wenig. Stattdessen hat Heidenheim unsere Defensivprobleme deutlich aufgezeigt. Rotieren ist ja schön und gut, man kann auf drei, vier Positionen mal wechseln. Aber solche extremen Rotationen sind eher kontraproduktiv. Verletzen kann man sich auch im Training (siehe bei Serge Gnabry) und sogar eher als im Spiel.

Die Frauen des FC Bayern haben bereits das Finale in der Champions League verpasst. Mit 2:4 verloren die Bayern-Frauen das Halbfinal-Rückspiel beim FC Barcelona. Nach dem 1:1 im Hinspiel reichte das natürlich für den FC Bayern nicht. Ob es die Männer des FC Bayern besser machen? Sehr fraglich.



Mittwoch, 29. April 2026

4:5! Es ist noch nicht vorbei

Dieses Spiel lässt einen ratlos und mit gemischten Gefühlen zurück. Im Halbfinal-Hinspiel der Champions League lieferten sich Paris St. Germain und der FC Bayern einen offensiven Schlagabtausch, leider mit dem besseren Ende für PSG. Am Ende unterlag der FC Bayern mit 4:5 in Paris. Zwar sind noch Chancen für das Rückspiel da, aber dann muss sich die Bayern-Abwehr deutlich stabiler präsentieren. Fünf Gegentore sind deutlich zu viel. Und: Wenn man vier Tore macht, dann muss das einfach zum Sieg reichen. Man kann nicht immer vier, fünf Tore machen um ein Spiel zu gewinnen. Überhaupt sind 13 Gegentore in den letzten fünf Spielen viel zu viel. Das ist nun mal Fakt, auch wenn das den Schönrednern nicht gefällt. Mit dieser Defensive wird der FC Bayern definitiv nicht ins Finale der Champions League in dieser Saison einziehen. Klar, vier Tore in Paris zu schießen ist stark. Der FC Bayern zeigte wieder mal große Moral und kam von 2:5 noch auf 4:5 heran. Aber bei fünf Gegentoren besteht kein Grund dieses Spiel aus Bayern-Sicht irgendwie abzufeiern, das ist nur Schönrednerei und geht an der Realität weit vorbei und zeugt nicht von großem Fußballsachverstand. Außer man ist neutraler Beobachter und freut sich über viele Tore.

Der FC Bayern musste auf Serge Gnabry, Lennart Karl und Tom Bischof (alle verletzt) verzichten. Ansonsten spielte die wohl derzeit beste Elf des FC Bayern von Beginn an, auch mit Jamal Musiala in der Startelf. Etwas überraschend begann aber Alphonso Davies für Konrad Laimer.

Der FC Bayern begann gut, Torchancen waren aber zunächst Mangelware. Dann wurde Luis Diaz von Pacho im PSG-Strafraum klar gefoult. Strafstoß für den FC Bayern. Diesen verwandelte Harry Kane zur Führung. Kurz darauf hätte der FC Bayern sogar erhöhen können, doch Michael Olise vergab. Auf der anderen Seite vergab Dembele die erste richtige Tormöglichkeit für PSG. Wenig später war es dann doch passiert. Kvaratskhelia traf für PSG zum Ausgleich. Nächte Chance hatte dann Doue für Paris. Kurz danach fiel dann doch der zweite Treffer für PSG. Neves mit der Führung für Paris. Dann wieder Doue mit einer Möglichkeit für Paris. Aber das nächste Tor fiel auf der anderen Seite. Michael Olise haute den Ball ins Pariser Tor zum Ausgleich. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gab es dann Strafstoß für PSG. Alphonso Davies bekam den Ball im eigenen Strafraum an die Hand. Er hatte aber die Arme zunächst auf dem Rücken und wo soll man mit den Armen eigentlich noch hin? Eine Fehlentscheidung, ein Elfmeterschenk für Paris. Dembele verwandelte den Strafstoß zur erneuten PSG-Führung. Mit 3:2 für Paris ging es in die Halbzeit.

Zur zweiten Halbzeit kam dann Konrad Laimer für Alphonso Davies in die Partie. Das erste Tor nach dem Wechsel erzielte wieder Paris. Erneut traf Kvaratskhelia. Nur kurz darauf wurde es dann ganz bitter. Auch Dembele traf noch mal. 5:2 für PSG. Bei Paris war nahezu jeder Schuss, der auf das Bayern-Tor kam, drin. Aber der FC Bayern zeigte wieder Moral und ließ sich nicht abschießen, im Gegenteil. Dayot Upamecano verkürzte auf 5:3. Nur wenige Minuten später war der FC Bayern sogar wieder dran. Luis Diaz gelang der Anschlusstreffer zum 5:4. Wahnsinn! In der Folge drückte der FC Bayern auf den Ausgleich, der alles in allem auf jeden Fall verdient gewesen wäre. Aber leider fiel er nicht mehr. Stattdessen traf PSG durch Mayulu kurz vor Schluss noch die Latte des Bayern-Tores. Am Ende unterlag der FC Bayern im Hinspiel im Halbfinale der Champions League auswärts bei Paris St. Germain mit 4:5. Mindestens ein Remis hätte der FC Bayern verdient gehabt, aber bei so einer Bayern-Abwehr ist es schwer Spiele zu gewinnen. Fünf Tore darf man in so einem wichtigen Spiel nicht kassieren. Es war die erst zweite Niederlage des FC Bayern in der Champions League und die erst dritte Pflichtspielniederlage in dieser Saison.

Aber es gibt ja noch ein Rückspiel. Also vorbei ist es noch nicht. Am kommenden Mittwoch, den 6.Mai 2026, fällt die Entscheidung über den Einzug ins Finale der Champions League in München in der Allianz Arena. Vielleicht hat der FC Bayern dann mehr Glück und vor allem sollte und muss die Defensive des FC Bayern dann deutlich stabiler stehen, ansonsten ist der Traum vom Finale ausgeträumt.

Vor dem Rückspiel gegen PSG geht es für den FC Bayern am kommenden Samstag erstmal in der Bundesliga mit einem Heimspiel gegen den 1.FC Heidenheim weiter.



Montag, 27. April 2026

Mentalitätsmonster

Welch ein verrücktes Bundesligaspiel des FC Bayern in Mainz. Beim Auswärtsspiel bei Mainz 05 hatte der FC Bayern kräftig rotiert zwischen dem Pokalspiel in Leverkusen und dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League in Paris. Nach einer desolaten ersten Halbzeit sah es nach einer Blamage für das runderneuerte Team des FC Bayern aus. 0:3-Rückstand. Aber in der zweiten Halbzeit konnte der FC Bayern, auch weil einige Stammkräfte ins Spiel kamen, die Partie noch drehen und mit 4:3 gewinnen.

Dem FC Bayern fehlten auch in Mainz Lennart Karl, Tom Bischof, Serge Gnabry und Sven Ulreich (alle verletzt). Zudem standen Joshua Kimmich und Dayot Upamecano wegen Schonung nicht im Kader. Manuel Neuer, Harry Kane, Michael Olise, Jamal Musiala, Jonathan Tah und Josip Stanisic saßen u.a. zunächst nur auf der Bank. Bis auf Neuer wurden aber alle genannten noch eingewechselt im Laufe der Partie. Jonas Urbig vertrat Neuer im Tor. Minjae Kim und Hiroki Ito bildeten die Innenverteidigung. Alphonso Davies verteidigte außen. Die größte Überraschung gab es im Mittelfeld. Neben Alexandar Pavolovic stand Nachwuchsspieler Ndiaya in der Startelf. Offensiv agierten Lius Diaz, Leon Goretzka und Raphael Guerreiro hinter Stürmer Nicolas Jackson. 

Zwar Begann der FC Bayern mit viel Ballbesitz und hatte durch Guerreiro die ersten Abschlüsse, aber Mainz nutzte gleich seine erste Gelegenheit zur Führung durch Kohr. Danach lief beim FC Bayern nicht mehr viel zusammen und die Mainzer kamen auf und hatten Chancen. Aber Mwene, Becker und Amiri vergaben. Und dann legten die Mainzer nach. Nebel erhöhte. Der FC Bayern war in dieser Phase völlig von der Rolle. Kurz vor der Pause endlich mal wieder eine Torchance für den FC Bayern durch Davies. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann tatsächlich noch der dritte Gegentreffer. Erst traf Amiri die Latte des Bayern-Tores, aber Becker drückte ihn rein. 0:3 zur Pause. Unfassbar.

Zur zweiten Halbzeit kamen dann Harry Kane und Michael Olise in die Partie und belebten sofort das Bayern-Spiel. Zunächst eine Chance für den FC Bayern durch Nicolas Jackson, kurz darauf ein Abschluss von Konrad Laimer. Beim FC Bayern war jetzt mehr Zug im Spiel und da fiel auch schon der Anschluss. Jackson verkürzte auf 3:1. Den nächsten Abschluss für den FC Bayern hatte dann wieder Jackson. Nächste Möglichkeit für den FC Bayern durch den eingewechselten Jamal Musiala. Und dann war der Anschlusstreffer da. Michael Olise zirkelte den Ball ins Mainzer Tor. Der FC Bayern dominierte mittlerweile klar die Partie, von den Mainzern kam offensiv nichts mehr und dann fiel der Ausgleich. Jamal Musiala machte das 3:3. Und nur wenig später konnte der FC Bayern dann die Partie sogar komplett drehen. Harry Kane netzte zum 4:3 für den FC Bayern ein. In der Nachspielzeit hatten die Mainzer durch Sano noch einen Abschluss, aber es passierte nichts mehr. In einem irren Fußballspiel gewann der FC Bayern nach 0:3-Rückstand noch mit 4:3 in Mainz. Nach einer schwachen ersten Halbzeit, die der FC Bayern so nicht stehen lassen konnte, zeigte der FC Bayern Moral und Mentalität und gewann nach einer dominanten zweiten Halbzeit verdient. Allerdings muss auch über die erste Halbzeit gesprochen werden, denn so wie in der ersten Hälfte darf sich ein FC Bayern nicht präsentieren. Rotation hin, Belastungssteuerung her, aber das war in Mainz dann doch etwas zu viel des Guten. Man kann ja auf drei, vier Positionen mal frische Kräfte bringen, aber man sollte es nicht übertreiben wie in Mainz. Was dann passieren kann hat man in der ersten Halbzeit gesehen. Nur durch unfassbare Mentalität und weil einige Stammkräfte ins Spiel kamen, die das Spiel sofort veränderten, war es noch möglich das Spiel zu drehen. Auch wenn man schon als Deutscher Meister fest steht sollten die letzten Bundesligaspiele dieser Saison seriös zu Ende gespielt werden. 

In der Bundesligatabelle liegt der FC Bayern weiter 15 Punkte vor dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund.

Bereits morgen am Dienstag geht es für den FC Bayern weiter. Dann kommt es zum Showdown in der Champions League mit dem Titelverteidiger Paris St. Germain. Halbfinal-Hinspiel in Paris. Die letzten Duelle der beiden Teams in der Champions League verliefen recht erfreulich für den FC Bayern, allerdings bei der Klub-WM im letzten Jahr siegte Paris. Es wird wohl ein Duell auf Augenhöhe, das vorweggenommene Endspiel, bei dem Kleinigkeiten und die bessere Tagesform entscheidend sein können. Der ultimative Härtetest für den FC Bayern. Vor allem sollte die Defensive des FC Bayern dann wieder besser stehen. Acht Gegentore in den letzten vier Pflichtspielen ist dann doch etwas zu viel.



Donnerstag, 23. April 2026

Souverän ins Pokalfinale

Der FC Bayern steht zum ersten Mal seit 2020 wieder im Finale des DFB-Pokal. Im Halbfinale setzte sich der FC Bayern auswärts bei Bayer Leverkusen nach einer souveränen und überzeugenden Vorstellung völlig verdient mit 2:0 durch.

Verzichten mußte der FC Bayern auf Serge Gnabry, Lennart Karl, Tom Bischof und Sven Ulreich (alle verletzt). Ansonsten startete die wohl derzeit bestmögliche Bayern-Elf. Mit Harry Kane vorne, dahinter in der Offensive mit Michael Olise, Luis Diaz und Jamal Musiala, der seiner Bestform immer näher kommt. Im Mittelfeld agierten Joshua Kimmich und Alexandar Pavlovic. Vor Manuel Neuer verteidigten Dayot Upamecano, Jonathan Tah, Josip Stanisic und Konrad Laimer. 

Das Spiel lief vom Anpfiff weg fast nur in eine Richtung, auf das Tor von Bayer Leverkusen. Dayot Upamecano hatte die erste Möglichkeit für den FC Bayern. Die nächste Gelegenheit für den FC Bayern vergab Luis Diaz. Doch ein paar Minuten später war der Ball dann drin. Harry Kane brachte den FC Bayern in Führung. Wichtiges Tor. Kurz darauf ein Abschluss von Joshua Kimmich. Michael Olise mit dem nächsten Versuch für den FC Bayern. Kane hatte noch eine weitere Chance für den FC Bayern. Dann war Pause. Hochüberlegene Bayern führten nach dem ersten Abschnitt mit 1:0. Nur mit 1:0. Aus der klaren Überlegenheit hätte man mehr machen können. So war es weiter vom Ergebnis her ein enges Spiel.

Kurz nach dem Wechsel hatte Jamal Musiala eine gute Möglichkeit für den FC Bayern. Das Spiel ging so weiter wie in der ersten Halbzeit. Doch plötzlich hatte Bayer Leverkusen eine große Möglichkeit, die erste und einzige im gesamten Spiel, durch Tella, aber Manuel Neuer war auf dem Posten. Dann wieder der FC Bayern mit einer Möglichkeit durch Josip Stanisic, der im Nachgang des Abschlusses klar getroffen wurde. Unverständlich, dass es hier keinen Strafstoß für den FC Bayern gab. Es war eine klare Sache. Der FC Bayern wollte die Entscheidung und hatte durch Kane die nächste Gelegenheit. Musiala und Stanisic mit den nächsten Abschlüssen für den FC Bayern. Der zweite Treffer war längst überfällig, wollte aber noch nicht fallen. Dann mal eine Gelegenheit für Leverkusen durch Schick. Nächste Gelegenheit dann wieder für den FC Bayern durch Diaz. In der Nachspielzeit vergab Diaz zunächst noch den zweiten Treffer, kurz darauf machte er es aber besser und machte den Deckel drauf und traf zum 2:0 für den FC Bayern. Das war es dann. Der FC Bayern gewann hochverdient im Halbfinale des DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen mit 2:0 und steht im Finale. Der FC Bayern dominierte von Anfang bis Ende klar die Partie und war hoch überlegen. Hinten ließ der FC Bayern kaum was zu und vorne hatte der FC Bayern einige gute Möglichkeiten, von denen zwei genutzt wurden. Aus der klaren Überlegenheit hätte der FC Bayern allerdings mehr machen müssen, so blieb es vom Ergebnis her bis in die Nachspielzeit eng. Es war aber ein hochverdienter Sieg des FC Bayern, der einen dominanten und souveränen Auftritt hinlegte.

Auf wen der FC Bayern im Finale am 23.Mai 2026 in Berlin treffen wird entscheidet sich im zweiten Halbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg.

Weiter geht es für den FC Bayern am kommenden Samstag in der Bundesliga mit einem Auswärtsspiel bei Mainz 05. In Mainz tat sich der FC Bayern schon öfters schwer und in Mainz kassierte der FC Bayern die letzte Auswärtsniederlage auf nationaler Ebene im Dezember 2024 mit 1:2. Es war zugleich eine von nur drei Bundesliga-Niederlagen unter Trainer Vincent Kompany.

Der Mittwoch hatte nicht nur den Finaleinzug im DFB-Pokal bei den Männern zu bieten. Auch die Frauen des FC Bayern konnten jubeln. Durch einen 3:2-Auswärtssieg beim 1.FC Union Berlin wurden die Frauen des FC Bayern vorzeitig Deutscher Meister. Es ist die vierte Meisterschaft der Frauen des FC Bayern in Folge und der achte Meistertitel insgesamt. Genau wie die Männer wurden die Frauen Deutscher Meister, stehen im DFB-Pokalfinale und im Halbfinale der Champions League. Dort treffen die Mädels auf den FC Barcelona. Das Hinspiel findet am kommenden Samstag in München in der Allianz Arena statt.





Montag, 20. April 2026

Do samma schon wieder Meister

Der FC Bayern ist Deutscher Fußballmeister 2026! Bereits am 30. Spieltag machte der FC Bayern den Gewinn der 35. Deutschen Meisterschaft perfekt. Durch die Niederlage von Borussia Dortmund bei der TSG Hoffenheim hätte dem FC Bayern im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart bereits ein Unentschieden zum vorzeitigen Titelgewinn gereicht, aber der FC Bayern drehte mit einer stark veränderten Elf nach Rückstand auf und siegte völlig verdient mit 4:2.

Verzichten mußte der FC Bayern auf Sven Ulreich, Lennart Karl, Tom Bischof und Serge Gnabry (alle verletzt). Besonders für Gnabry, der zuletzt in starker Form war, ist es besonders bitter. Für ihn ist diese Saison wohl gelaufen und auch die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer in Gefahr. 

Im Südschlager gegen den VfB Stuttgart warf Trainer Vincent Kompany wieder die Rotationsmaschine an. So saßen Manuel Neuer, Dayot Upamecano, Jonathan Tah, Alexandar Pavlovic (blieben ohne Einsatz), Konrad Laimer, Harry Kane und Michael Olise (wurden eingewechselt) auf der Bank. Für Neuer stand Jonas Urbig im Tor, Minjae Kim und Hiroki Ito bildeten die Innenverteidigung, Alphonso Davies begann für Laimer in der Defensive. Leon Goretzka ersetzte Pavlovic im Mittelfeld und in der Offensive starteten Raphael Guerreiro, Jamal Musiala und Nicolas Jackson. Luis Diaz blieb im Team.

Der FC Bayern tat sich mit der runderneuerten Startelf zunächst schwer zu Torchancen zu kommen. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Die erste gute Gelegenheiten nutzten die Stuttgarter direkt. Führich traf zum 0:1. Der FC Bayern versuchte direkt zu antworten und kam dann auch mit seiner ersten guten Gelegenheit zum Ausgleich. Raphael Guerreiro traf zum 1:1. Der FC Bayern drehte nun auf. Nur wenige Minuten später erzielte Kane-Vertreter Nicolas Jackson das 2:1 für den FC Bayern. Wiederum nur ein paar Minuten später das nächste Tor für den FC Bayern. Alphonso Davies erhöhte auf 3:1. Es war das erste Bundesligator von Davies in dieser Saison. Der FC Bayern nach diesem Zwischensprint klar auf Meisterkurs. Kurz vor der Pause hatte Jamal Musiala noch eine Möglichkeit für den FC Bayern. Mit einer 3:1-Führung ging es in die Halbzeit.

Zur zweiten Halbzeit kamen dann beim FC Bayern Harry Kane und Michael Olise für Musiala und Luis Diaz in die Partie. Die zweite Halbzeit war erst wenige Minuten alt da traf auch schon Harry Kane. Mit seinem 32. Bundesligator in dieser Saison erzielte er das vorentscheidende 4:1 für den FC Bayern. Nach dem Wechsel, eigentlich schon seit dem zwischenzeitlichen 0:1, dominierte der FC Bayern klar die Partie. Michael Olise hatte dann die nächste Bayern-Chance. El Khannouss hatte zur Abwechselung mal eine Gelegenheit für die Schwaben, von denen aber offensiv nicht mehr viel kam. Dann wieder der FC Bayern und fast mit dem fünften Treffer, aber Olise scheiterte knapp. Kurz vor Schluss dann doch noch ein Tor für den VfB. Chema Andres traf zum 4:2. Das fiel dann aber nicht mehr ins Gewicht. Wenig später war dann Schluss. Der FC Bayern gewann völlig verdient mit 4:2 gegen den VfB Stuttgart und machte den Gewinn der Deutschen Meisterschaft vorzeitig perfekt.

Schon am 30. Spieltag die Meisterschaft klar zu machen zeugt von großer Dominanz. 109 Tore hat der FC Bayern an den ersten 30 Spieltagen in der Bundesliga in dieser Saison erzielt. Der 101-Torrekord aus der Saison 1971/72 ist längst pulverisiert. Trotz mehr oder weniger großer Rotation können Spiele gewonnen werden. Es ist die 13. Meisterschaft in 14 Jahren. Einfach unfassbar und einmalig.

In der Bundesliga-Tabelle liegt der FC Bayern jetzt 15 Punkte vor dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund und ist damit an den letzten vier Bundesliga-Spieltagen in dieser Saison nicht mehr einzuholen. 

Der erste Titel ist im Sack, es soll aber nicht der letzte Titel in dieser Saison bleiben. Zwei Titelchancen hat der FC Bayern noch. Im DFB-Pokal und in der Champions League steht der FC Bayern jeweils im Halbfinale. In beiden Pokalwettbewerben ist man schon weit gekommen, aber wer soweit gekommen ist will natürlich auch den letzten Schritt gehen. Das trifft aber natürlich auch auf die Gegner zu. Am kommenden Mittwoch muss der FC Bayern im Halbfinale des DFB-Pokal auswärts bei Bayer Leverkusen antreten. Das wird sicherlich eine heiße und schwere Angelegenheit, zumal der Pokal die letzte Titelchance für Bayer Leverkusen in dieser Saison ist. Erst kürzlich spielte der FC Bayern in der Liga in einem hitzigen Duell Unentschieden in Leverkusen. Der FC Bayern mußte dabei aber lange in Unterzahl spielen. Eine Rechnung hat der FC Bayern mit Bayer Leverkusen aber noch offen. Letzte Saison schied der FC Bayern im Achtelfinale des DFB-Pokal daheim in München unglücklich mit 0:1 gegen Bayer Leverkusen aus, auch, weil der FC Bayern lange in Unterzahl spielen mußte. Wäre schön, wenn der FC Bayern diese Rechnung begleichen könnte.



Donnerstag, 16. April 2026

Nach Drama im Halbfinale

Der FC Bayern steht im Halbfinale der Champions League! Aber was war das bitte für ein Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid? Nichts für schwache Nerven. Es fehlte nicht viel zum Herzkasper. Der FC Bayern lag dreimal zurück und kam dreimal wieder und siegte am Ende mit 4:3. Mal wieder war auch der Schiedsrichter in Spielen gegen Real Madrid ein Thema. 

Beim FC Bayern fehlten Lennart Karl, Tom Bischof und Sven Ulreich verletzt. Ansonsten waren alle an Bord. Der FC Bayern ging mit seiner wohl besten Startelf ins Spiel. Vorne mit Harry Kane, dahinter Serge Gnabry, Michael Olise und Luis Diaz. Joshua Kimmich und Alexandar Pavlovic im Mittelfeld. Vor Manuel Neuer verteidigten Josip Stanisic, Dayot Upamecano, Jonathan Tah und Konrad Laimer. Für Jamal Musiala und Alphonso Davies blieb zunächst nur die Bank.

Das Spiel begann denkbar schlecht. Nach einem schweren Patzer von Manuel Neuer brauchte Güler den Ball nur noch ins leere Tor schießen. Nach nur wenigen Sekunden lag der FC Bayern hinten und der Vorsprung vom 2:1-Hinspielsieg war bereits aufgebraucht. Aber der FC Bayern antwortete. Nur wenige Minuten später erzielte Alexandar Pavlovic bereits den Ausgleich. Der FC Bayern war wieder im Spiel. Der FC Bayern dominierte die Partie, aber Real Madrid war bei Kontern stets gefährlich. Mbappe mit einer guten Gelegenheit für Real. Dann ein guter Abschluss für den FC Bayern durch Joshua Kimmich. Konrad Laimer soll dann Brahim Diaz von Real Madrid vor dem Bayern-Strafraum gefoult haben. Wenn überhaupt, dann war es nur eine minimale Berührung. Eine klare Fehlentscheidung. Den Freistoß trat Güler und der Ball landete zur erneuten Real-Führung im Bayern-Tor. Bitter. Der FC Bayern versuchte abermals zu antworten und fand die richtige Antwort. Nur einige Minuten nach dem erneuten Rückstand folgte der erneute Ausgleich. Harry Kane traf zum 2:2. Dann wieder Real mit einer guten Möglichkeit, aber Vinicius Junior scheiterte an der Latte. Allerdings geriet der FC Bayern nur wenig später zum dritten Mal in Rückstand. Mbappe traf zum 2:3. Unfassbar. Allerdings hätte auch das Tor nicht gelten dürfen, denn im Vorfeld des Treffers wurde Josip Stanisic ganz klar von Reals Rüdiger gefoult. Das hätte zumindest überprüft und der Schiedsrichter sich nochmal ansehen müssen. Die zweite krasse Fehlentscheidung zu Ungunsten des FC Bayern. Zudem sah Trainer Vincent Kompany noch die gelbe Karte und ist damit für das Hinspiel im Halbfinale gesperrt. Nach einer aufregenden ersten Halbzeit lag der FC Bayern mit 2:3 hinten. Ein unglücklicher Rückstand.

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit hatte Luis Diaz eine gute Gelegenheit für den FC Bayern. Kurz darauf nächste Bayern-Chance durch Upamecano. Auf der anderen Seite vergab Mabappe eine gute Möglichkeit für Real. Der FC Bayern weiter Spiel bestimmend, aber man musste immer aufpassen vor den Real-Kontern. Vinicius Junior mit der nächsten Möglichkeit für Real. Dann wieder der FC Bayern mit einer guten Möglichkeit durch Luis Diaz. Michael Olise für den FC Bayern mit einem guten Versuch, aber weiter 2:3. Nächste Bayern-Chance durch Upamecano. Der Ausgleich wäre längst verdient. Nächster Versuch des FC Bayern durch Olise. Dann brach die Schlussphase an. Der FC Bayern klar überlegen und drängte auf den Ausgleich. Da sah der bereits verwarnte Camavinga von Real Madrid wegen unsportlichen Verhaltens völlig zu Recht die Gelb/Rote Karte. Der FC Bayern fortan in Überzahl. Und es dauerte nur wenige Minuten bis der FC Bayern diesen Vorteil nutzen konnte. Da zog Luis Diaz ab und traf zum hochverdienten 3:3. Damit war der FC Bayern im Halbfinale. Aber der FC Bayern legte noch einen drauf. In der Nachspielzeit haute Michael Olise den Ball sogar noch zum 4:3-Siegtreffer für den FC Bayern ins Netz. Spiel gedreht. Reals Güler bekam wegen Meckerns dann noch die Rote Karte. Aber das ist nur eine Randnotiz. Mit 4:3 gewann der FC Bayern das Rückspiel gegen Real Madrid nach einem Nerven zerrenden Spiel und hat damit beide Spiele in dieser KO-Runde gegen Real Madrid gewonnen und steht völlig verdient im Halbfinale der Champions League.

Über weite Strecken dominierte der FC Bayern auch das Rückspiel, hatte aber Pech, dass ein krasser Torwartfehler und zwei Fehlentscheidungen des Schiedsrichters zu Gegentoren führten. Der FC Bayern zeigte aber Moral und kam immer wieder zurück. Gefährlich wurde Real Madrid bei Kontern, aber an der Rechtmäßigkeit des Bayern-Sieges und des Weiterkommens gibt es keine Zweifel. 

Real Madrid hat kein Recht sich über den Schiedsrichter zu beklagen. Dass zweite und dritte Real-Tor hätte gar nicht zählen dürfen. Die Gelb/Rote Karte kurz vor Schluss gegen Camavinga war absolut berechtigt. Wer schon verwarnt ist sollte sich nicht unsportlich im Sinne des Spiels verhalten. 

Eine Anmerkung aber noch: Das Auftreten und Verhalten auf dem Platz von Real Madrids Antonio Rüdiger ist unerträglich und ekelhaft. So ein Spieler sollte in der Nationalmannschaft nichts mehr zu suchen haben. 

Der europäische Clasico zwischen dem FC Bayern und Real Madrid lieferte in beiden Spielen ein wahres Offensiv-Spektakel. Es war der erste Heimsieg des FC Bayern gegen Real Madrid in einem Pflichtspiel nach zuvor vier sieglosen Versuchen (ein Remis, drei Niederlagen) und erstmals nach zuvor vier vergeblichen Versuchen kam der FC Bayern endlich mal wieder in einem KO-Duell gegen Real Madrid eine Runde weiter. Diesmal konnte auch eine desolate Schiedsrichterleistung das Weiterkommen des FC Bayern nicht verhindern. 

Im Halbfinale der Champions League trifft der FC Bayern auf Titelverteidiger Paris St. Germain. PSG setzte sich im Viertelfinale mit zwei Siegen gegen den FC Liverpool durch. Das wird der nächste harte Brocken für den FC Bayern. In der Ligaphase konnte der FC Bayern in Paris mit 2:1 gewinnen, aber das spielt für das Halbfinale keine Rolle. 

Das Hinspiel findet am Dienstag, den 28.April 2026 in Paris statt und das Rückspiel steigt am Mittwoch, den 6.Mai 2026, in München. 

Für den FC Bayern geht es aber erstmal am kommenden Sonntag in der Bundesliga weiter. Dann gastiert der formstarke VfB Stuttgart in München in der Allianz Arena zum Südschlager. Gegen den aktuellen Tabellendritten aus Stuttgart sollte man auf eine Großrotation verzichten. Gegen St. Pauli mag es reichen, gegen den SC Freiburg wäre es fast schief gegangen und der VfB Stuttgart ist da noch ein anderes Kaliber. Aber weil nur drei Tage später schon das Halbfinale im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen ansteht und auch die Halbfinalspiele in der Champions League gegen PSG nicht weit weg sind muss wohl mit einer größeren Rotation gerechnet werden.




Montag, 13. April 2026

Torrekord geknackt: FC Bayern und Goretzka schreiben Geschichte

Jetzt ist es passiert. Nach 54 Jahren hat der FC Bayern seinen eigenen 101-Torrekord aus der Saison 1971/72 geknackt und überboten. Es war Leon Goretzka, der mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 im Bundesligaspiel beim FC St. Pauli den 102. Bundesligatreffer des FC Bayern in dieser Saison erzielte und sich damit einen Eintrag in die Fußball-Geschichtsbücher sicherte. Am Ende des Spieltags steht der FC Bayern sogar bei 105 Saisontoren dank eines ungefährdeten 5:0-Sieges und das trotz einer größeren Rotation ohne Harry Kane.

Verletzungsbedingt musste der FC Bayern in Hamburg auf Ersatztorwart Sven Ulreich und auf Lennart Karl, sowie dem angeschlagenen Serge Gnabry verzichten. Dayot Upamevano, Jonathan Tah, Josip Stanisic, Alexandar Pavlovic, Luis Diaz und Harry Kane saßen zunächst alle auf der Bank, wobei Upamecano, Pavlovic und Kane ohne Einsatz blieben. Minjae Kim, Hiroki Ito und Tom Bischof rotierten in die Defensive, Leon Goretzka ersetze Pavlovic im Mittelfeld, Raphael Guerreiro und Jamal Musiala begannen in der Offensive und Nicolas Jackson ersetzte Harry Kane in der Sturmspitze. Rotation zwischen den beiden Real-Spielen.

Auch mit dieser runderneuerten Startelf begann der FC Bayern sehr dominant und ging dann auch früh in Führung. Den ersten Treffer erzielte Jamal Musiala, das 101. Bundesligator des FC Bayern in dieser Saison. Damit war der alte Rekord schon mal eingestellt. Der FC Bayern setzte nach und hätte nur wenige Minuten später fast wieder getroffen, aber Nicolas Jackson scheiterte an der Latte. Die nächste Möglichkeit für den FC Bayern hatte Michael Olise. Nächste Großchance für den FC Bayern, aber Musiala traf nur den Pfosten. Dann plötzlich mal aus dem Nichts St. Pauli. Lage brachte den Ball aber nicht im Bayern-Tor unter. Das war es dann. Mit einer hochverdienten Führung für den FC Bayern ging es in die Halbzeit.

Die zweite Halbzeit war erst wenige Minuten alt, da kam der historische Moment. Leon Goretzka traf zum 2:0 für den FC Bayern und erzielte das 102. Bundesligator des FC Bayern in dieser Saison. Der alte Torrekord aus der Saison 1971/72 war damit überboten und der FC Bayern und Leon Goretzka haben Geschichte geschrieben. Der FC Bayern war aber längst noch nicht fertig. Kurz darauf fiel bereits das nächste Tor. Michael Olise erhöhte auf 3:0 für den FC Bayern. Damit war das Spiel gelaufen. Der FC Bayern machte aber weiter und wurde mit dem nächsten Treffer belohnt. Nicolas Jackson traf zum 4:0 für den FC Bayern. St. Pauli war offensiv harmlos und der FC Bayern schaukelte den klaren Vorsprung sicher nach Hause. Kurz vor Schluss legte aber Raphael Guerreiro noch einen drauf zum 5:0 für den FC Bayern. In der Nachspielzeit hätte Leon Goretzka fast noch das halbe Dutzend voll gemacht, sein Treffer fand aber wegen Abseits keine Anerkennung. So blieb es am Ende beim auch in der Höhe absolut verdienten 5:0-Auswärtssieg des FC Bayern beim FC St. Pauli. Bis auf eine Szene in der ersten Hälfte, als es mal brenzlig vor dem Bayern-Tor wurde, war St. Pauli offensiv sehr harmlos. Der FC Bayern dominierte trotz großer Rotation von Anfang bis Ende klar die Partie und nutzte seine Torchancen konsequent. Der Sieg hätte aber auch noch höher ausfallen können.

Das Spiel bleibt aber in erster Linie nicht wegen dem 5:0 in Erinnerung, sondern wegen Leon Goretzka und seinem Rekordtor, dem 102. Bundesligatreffer des FC Bayern in dieser Saison. 

Auch für die Tabelle war der Sieg wichtig. Der FC Bayern führt die Bundesligatabelle aktuell mit 12 Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund an. Bei nur noch fünf Spieltagen und 15 zu vergebenen Punkten steht der FC Bayern jetzt endgültig kurz vor dem Gewinn der 35. Deutschen Meisterschaft.

Weiter geht es für den FC Bayern am kommenden Mittwoch. Dann steht das Rückspiel im Viertelfinale der Champions League gegen Real Madrid daheim in der Allianz Arena an. Der FC Bayern muss dann den 2:1-Hinspielsieg verteidigen. Das wird sicher eine ganz heiße Aufgabe. Real Madrid wird sicherlich noch mal alles versuchen und da muss der FC Bayern dagegen halten. Es ist noch nichts entschieden, es wird sicher eine sehr spannende Angelegenheit das Rückspiel.