Der FC Bayern hat im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen große Moral gezeigt. Zwei nicht gegebene Treffer und zwei Platzverweise musste der FC Bayern verkraften, kam aber dennoch in Unterzahl zu einem verdienten 1:1-Unentschieden. Schlechtester Mann auf dem Platz war allerdings Schiedsrichter Christian Dingert, der mit einer ganzen Reihe mehr als fragwürdiger Entscheidungen das Spiel massiv beeinflusste und so dem FC Bayern den möglichen Sieg kostete.
Aber der Reihe nach. Der FC Bayern musste auf Alphonso Davies, Jamal Musiala, Hiroki Ito und die beiden Torhüter Manuel Neuer und Jonas Urbig (alle verletzt) verzichten. So kam es auf der Torwartposition zu einem Engpass. Nach längerer Zeit hütete somit Sven Ulreich das Tor des FC Bayern. Er machte seine Sache aber sehr gut. Unverständlich war, dass Harry Kane zunächst wieder nur auf der Bank saß, obwohl er schon in Bergamo im Kader stand. Serge Gnabry bekam eine Pause, saß nur auf der Bank und kam nicht zum Einsatz. Nicolas Jackson vertrat wieder Harry Kane in der Sturmspitze, für Gnabry begann Lennart Karl.
Das Spiel begann denkbar schlecht für den FC Bayern. Schon nach wenigen Minuten ging Leverkusen durch Garcia in Führung. Allerdings hätte man im Vorfeld des Tores durchaus auf Foul an Luis Diaz entscheiden können, dann wäre der Treffer nicht gefallen. Nicolas Jackson hatte dann die erste Möglichkeit für den FC Bayern. Die nächste Chance für den FC Bayern hatte wieder Jackson. Der FC Bayern war in der Phase klar überlegen und traf. Jonathan Tah netzte ein. Aber der Treffer zählt nach VAR-Einsatz nicht. Der Ball sprang Tah an den angelegten Arm und kullerte dann irgendwie ins Tor. Der Treffer hätte zählen müssen, man kann sich den Arm nicht abschneiden. Arm war angelegt, keine Absicht. Regulärer Treffer. Culbreath hatte kurz darauf eine Gelegenheit für Leverkusen. Kurz vor der Pause wurde es dann bitter. Nach einem Foul von Jackson an den Leverkusener Terrier gibt es erst die Gelbe Karte, aber nach dem nächsten VAR-Einsatz glatt Rot. Kann man wohl geben, aber es war sicher keine Absicht und Gelb hätte es auch getan. Die Rote Karte war eine harte Entscheidung. Man erinnere sich: Vor wenigen Wochen beim Spiel des FC Bayern bei Borussia Dortmund kam der Dortmunder Schlotterbeck für ein ähnliches Foul an Josip Stanisic mit der Gelben Karte davon. Der FC Bayern also fortan in Unterzahl. Tillman hatte dann noch einen Abschluss für Leverkusen. Der FC Bayern lag zur Pause unglücklich mit 0:1 hinten.
Die erste Möglichkeit nach dem Wechsel hatte Leverkusen durch Maza. Auf der anderen Seite probierte es Luis Diaz für den FC Bayern. Tillman und Schick hatten dann die nächsten Chancen für Leverkusen, da hatte der FC Bayern etwas Glück nicht den zweiten Treffer zu kassieren. Dann kam beim FC Bayern Harry Kane in die Partie. Er war kaum auf dem Feld, da traf er ins Netz. Aber er hatte die Rechnung ohne Herrn Dingert gemacht, der wieder seinen Auftritt hatte. Nach VAR-Einsatz zählt auch dieser Treffer nicht. Kane wurde vor dem Tor vom Leverkusener Torwart Blaswich aus relativ kurzer Distanz angeschossen und der Ball soll gegen den Arm gekommen sein. Der Abpraller landete bei Diaz, der dann Kane bediente, der dann den Ball ins Tor schob. Unfassbar. Ein ganz klar regulärer Treffer. Wie bei Tah kann Kane sich den Arm nicht abschneiden und wurde zudem angeschossen. Poku mit einer Gelegenheit für Leverkusen. Doch dann fiel endlich der hochverdiente Ausgleich. Luis Diaz traf für den FC Bayern in Unterzahl zum 1:1. Kurz darauf hätte der FC Bayern das Spiel fast gedreht, aber Michael Olise vergab. In der Schlussphase wurde das Spiel dann endgültig zum Skandalspiel. Luis Diaz kommt im Leverkusener Strafraum zu Fall. Es gab einen klaren Kontakt mit dem Leverkusener Torwart Blaswich. Aber statt Strafstoß für den FC Bayern gab es die Gelb/Rote Karte gegen Diaz wegen einer angeblichen Schwalbe. Unfassbar. Eine Schwalbe war es auf keinen Fall, aber man hätte auch auf Strafstoß für den FC Bayern entscheiden können. Die letzten Minuten musste der FC Bayern mit nur noch neun Mann das Remis verteidigen. Natürlich wollte Leverkusen jetzt den Sieg, was allerdings nicht verdient gewesen wäre. Maza mit einer Möglichkeit für Leverkusen. Dann gab es noch acht Minuten Nachspielzeit obendrauf. Woher die kommen bleibt wohl Dingerts Geheimnis. In der Nachspielzeit traf dann Hofmann für Leverkusen. Aber der Treffer zählte nach dem nächsten VAR-Einsatz zu Recht wegen Abseits nicht. Endlich lag Dingert, bzw. das Schiedsrichterteam mal richtig. Kurz darauf lag der Ball dann nochmal im Bayern-Tor, aber der Treffer zählte nicht, weil Ulreich die Hand auf dem Ball hatte. Dann nochmal Maza mit einem Abschluss für Leverkusen. Aber der FC Bayern rettete zu neunt das Unentschieden über die Zeit.
Auch angesichts der ganzen Umstände ein hochverdientes Remis für den FC Bayern. Über weite Strecken, zu elft und auch zu zehnt war der FC Bayern die bessere und dominante Mannschaft, auch wenn Leverkusen die ein oder andere Gelegenheit hatte. Zu neunt ging es dann nur noch darum den einen Punkt ins Ziel zu retten. Der FC Bayern zeigte große Moral und ließ sich auch nicht von der desolaten Schiedsrichterleistung aus dem Konzept bringen und spielte sogar in Unterzahl auf Sieg.
Bei so einer unfassbaren Schiedsrichterleistung müssen mal vom FC Bayern deutliche Worte kommen. Das darf man sich nicht gefallen lassen. Schiedsrichter Dingert sollte künftig vom FC Bayern abgelehnt werden. Der Mann sollte kein Spiel vom FC Bayern mehr pfeifen. Zwei klare Bayern-Tore nicht gegeben, mindestens einen Strafstoß für den FC Bayern hätte der FC Bayern bekommen müssen (bei einem Abschluss von Diaz im Leverkusener Strafraum wurde er vom Leverkusener Andrich rüde weggegrätscht, dabei spielt es keine Rolle, ob der Ball bereits gespielt war, zumal der Ball noch im Spiel war, es war ein klares Foul), mindestens ein komplett falscher Platzverweis gegen den FC Bayern gegeben, vor dem 0:1 ein Foulspiel gegen Diaz nicht gepfiffen und auch ansonsten ein komplett gebrauchter Tag für den Schiedsrichter. Bei so einer Schiedsrichterleistung fällt es schwer ruhig zu bleiben.
Erstmals seit ungefähr 25 Jahren flogen zwei Bayern-Spieler in einem Bundesligaspiel vom Platz. Damals, 2001 war es in Dortmund. Auch damals holte der FC Bayern am Ende ein 1:1.
Im Nächsten Bundesligaspiel gegen Union Berlin werden damit dem FC Bayern Jackson, Diaz und auch Jonathan Tah (Gelbsperre) fehlen.
Die Bundesliga-Tabelle führt der FC Bayern weiterhin an, jetzt mit neun Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund.
Weiter geht es für den FC Bayern am kommenden Mittwoch mit dem Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Nach dem 6:1-Sieg im Hinspiel darf da nichts mehr anbrennen. Dennoch sollte der FC Bayern versuchen ein gutes Spiel zu machen um auch im Flow zu bleiben. Zu viel sollte nicht rotiert werden, es ist immerhin ein Heimspiel. Allerdings werden im Rückspiel gegen Bergamo Michael Olise und Joshua Kimmich gesperrt fehlen. Und auf der Torwartposition könnte es jetzt richtig eng werden. Denn in Leverkusen hat sich auch noch Sven Ulreich verletzt. Manuel Neuer fällt wohl weiterhin aus. Eine kleine Hoffnung könnte es noch bei Jonas Urbig geben. Sollte aber auch Urbig ausfallen, dann müsste wohl ein junger Nachwuchsmann ran.




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