Sonntag, 24. Mai 2026
Kane schießt Bayern zum Double
Montag, 18. Mai 2026
Kantersieg im Bundesliga-Finale
Der FC Bayern hat diese Bundesliga-Saison mit einem 5:1-Heimsieg gegen den 1.FC Köln abgeschlossen. Dabei präsentierte sich der FC Bayern sehr spielfreudig und zeigte nochmal starke Offensivpower. Nach dem Spiel bekam der FC Bayern dann die Meisterschale überreicht.
Im letzten Bundesligaspiel dieser Saison mußte der FC Bayern auf Serge Gnabry und Alphonso Davies (beide verletzt) und auf Minjae Kim (angeschlagen) verzichten. Tom Bischof erhielt in der Defensive den Vorzug gegenüber Josip Stanisic, Leon Goretzka stand in seinem letzten Bundesligaspiel für den FC Bayern in der Startelf. Dafür saß Alexandar Pavlovic nur auf der Bank. Auch zunächst auf der Bank saß Michael Olise. Für Olise startete Lennart Karl.
Vor dem Spiel wurden drei Spieler verabschiedet, die den FC Bayern verlassen werden. Leon Goretzka, Raphael Guerreiro und Nicolas Jackson.
Der FC Bayern startete schwungvoll ins letzte Heimspiel der Saison. Nach dem ersten Warnschuss von Harry Kane war es wenig später dann Kane, der den FC Bayern früh mit 1:0 in Führung brachte. Nur wenige Minuten später legte der FC Bayern bereits nach. Wieder traf Harry Kane. 2:0. Der FC Bayern war klar überlegen, doch die Kölner kamen aus dem Nichts durch El Mala zum Anschlusstreffer. Der FC Bayern war aber nicht geschockt und schlug bereits nur ein paar Minuten später zurück. Tom Bischof traf zum 3:1 für den FC Bayern. Luis Diaz und Lennart Karl dann mit den nächsten Gelegenheiten für den FC Bayern. Kurz vor der Pause hatten vergaben erneut Diaz und Jamal Musiala, der nur den Pfosten traf, einen weiteren Bayern-Treffer. So ging es mit einer hochverdienten 3:1-Führung für den FC Bayern in die Halbzeit.
Die erste Gelegenheit nach dem Wechsel hatten die Kölner durch Maina. Dann der FC Bayern, aber Lennart Karl traf nur den Pfosten. Jamal Musiala hatte die nächste Bayern-Chance. Dann musste Manuel Neuer angeschlagen ausgewechselt werden. Für ihn ging Jonas Urbig zwischen die Pfosten. Auch Michael Olise kam in die Partie. Wieder Musiala mit einer Gelegenheit für den FC Bayern. Auf der anderen Seite hatte Sebulonsen eine Möglichkeit für die Kölner. Den nächsten Treffer erzielte aber wieder der FC Bayern. Harry Kane schnürte den Dreierpack. 4:1. Der kurz zuvor eingewechselte Nicolas Jackson, der den FC Bayern nach dieser Saison verlassen wird, legte noch einen drauf und verabschiedete sich mit dem Treffer zum 5:1. Dabei blieb es dann. Der FC Bayern gewann auch in der Höhe völlig verdient mit 5:1 gegen den 1.FC Köln. Nach dem Spiel wurde dem FC Bayern die Meisterschale übergeben und es wurde gefeiert, inklusive der obligatorischen Weißbierduschen.
Der Gewinn der 35. Deutschen Meisterschaft ist hochverdient. Die Offensive übertrumpfte alles. 122 Tore erzielte der FC Bayern in dieser Bundesliga-Saison und übertrumpfte damit den alten Torrekord von 101 Treffern aus der Saison 1971/72 deutlich. 89 Punkte holte der FC Bayern. Das sind nur zwei Punkte weniger als in der Rekordsaison 2012/13. Der FC Bayern wurde bestes Heimteam und bestes Auswärtsteam, kassierte nur eine Bundesliga-Niederlage (auswärts blieb der FC Bayern ungeschlagen) und holte 28 Siege. Nur bei den Gegentreffern war der FC Bayern nicht ganz vorne. 36 Gegentore bedeuten die zweitbeste Defensive.
Harry Kane wurde mit 36 Toren Bundesliga-Torschützenkönig und holte die Torjägerkanone zum dritten Mal in Folge. Michael Olise wurde als bester Spieler der Saison ausgezeichnet. In der Bundesliga-Abschlusstabelle liegt der FC Bayern 16 Punkte vor dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund.
Am Sonntag dann wurde der FC Bayern im Münchener Rathaus empfangen, zeigte sich auf dem Rathausbalkon und feierte den Meistertitel mit den Fans am Marienplatz.
Ein Spiel hat der FC Bayern aber noch in dieser Saison. Am kommenden Samstag hat der FC Bayern die Chance auf das Double und könnte diese herausragende Saison noch veredeln. Dann trifft der FC Bayern im Finale des DFB-Pokal in Berlin im Südschlager auf Titelverteidiger VfB Stuttgart. Auch wenn der FC Bayern diese Saison schon dreimal gegen die Schwaben gewinnen konnte wird das eine schwierige Partie. Die Stuttgarter sind gut drauf und haben die Champions League-Qualifikation für die nächste Saison eingetütet.
Freitag, 15. Mai 2026
Bayern-Frauen holen das Double
Die Frauen des FC Bayern haben den Gewinn des Doubles in der Saison 2025/26 perfekt gemacht. Im Finale des DFB-Pokal gewann der FC Bayern in Köln gegen den ewigen Rivalen VfL Wolfsburg klar mit 4:0 und konnte seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Nach 2012 und 2025 war es der dritte Triumph der FC Bayern Frauen im DFB-Pokal. Damit konnten die FC Bayern Frauen auch das Double aus dem letzten Jahr verteidigen. Die Meisterschale erhielten die Bayern Frauen bereits am letzten Samstag nach dem Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt.
Im Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg entwickelte sich zunächst eine Partie ohne große Höhepunkte. Der FC Bayern zwar überlegen, aber es fehlte zunächst die Durchschlagskraft. Pernille Harder vergab eine gute Möglichkeit auf die Bayern-Führung. Kurz vor der Pause wurde Tanikawa von der Wolfsburgerin Beerensteyn im VfL-Strafraum zu Fall gebracht. Nach VAR-Einsatz gab es Strafstoß für den FC Bayern. Diesen verwandelte Georgia Stanway zur verdienten Führung. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit vergab Harder noch die Chance auf den zweiten Bayern-Treffer. So ging es mit einer 1:0-Führung für den FC Bayern in die Halbzeit.
Nach dem Wechsel dann ein sehr souveräner Auftritt des FC Bayern, der alles im Griff hatte und das Spiel klar dominierte. So war es dann auch folgerichtig, dass Harder das vorentscheidende 2:0 für den FC Bayern erzielte. Der VfL Wolfsburg fand offensiv kaum statt, stattdessen erhöhte der FC Bayern in Person von Tanikawa auf 3:0. Damit war das Spiel entschieden. Zicai hatte noch eine Gelegenheit für den VfL, aber der nächste Treffer fiel wieder auf der anderen Seite. Arianna Caruso legte noch einen nach und markierte das 4:0 für den FC Bayern. Dabei blieb es dann. Die FC Bayern Frauen gewannen zum dritten Mal den DFB-Pokal und zum zweiten Mal das Double. Ganz starke Leistung. Der Sieg im Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg war absolut verdient. Der FC Bayern ließ defensiv kaum was zu und vorne wurden die Gelegenheiten größtenteils genutzt. Im zweiten Spielabschnitt trat der FC Bayern dann sehr souverän und dominant auf.
Der FC Bayern ist national auch bei den Frauen die klare Nummer eins. Souverän zum vierten Mal in Folge die Meisterschaft gewonnen und jetzt auch souverän den Pokal wieder nach München geholt.
Im letzten Spiel dieser Saison müssen die Frauen des FC Bayern am kommenden Sonntag am letzten Bundesligaspieltag beim Hamburger SV antreten. Wenn die Bayern-Frauen auch das Spiel zumindest nicht verlieren, dann würden sie diese Bundesliga-Saison ungeschlagen abschließen.
Die Frauen des FC Bayern haben es vorgemacht und das Double 2026 geholt, nun liegt es an den Männern nachzuziehen. Die Männer des FC Bayern treffen am 23.Mai 2026 im DFB-Pokalfinale in Berlin auf den VfB Stuttgart und haben auch noch die Chance auf das Double.
Montag, 11. Mai 2026
Bundesliga-Saison ohne Auswärtsniederlage
Durch einen 1:0-Arbeitssieg beim VfL Wolfsburg im letzten Auswärtsspiel in dieser Saison schließt der FC Bayern diese Spielzeit ohne Auswärtsniederlage ab und das erst zum dritten Mal. Bereits in den Spielzeiten 1986/87 und 2012/13 schaffte es der FC Bayern ohne Auswärtsniederlage durch die Saison zu kommen.
Im letzten Auswärtsspiel der Saison und drei Tage nach dem unglücklichen Ausscheiden aus der Champions League gab es erwartungsgemäß wieder einige Änderungen in der Bayern-Startelf. Serge Gnabry und Alphonso Davies fehlten beide verletzt. Manuel Neuer, Dayot Upamecano, Jonathan Tah, Alexandar Pavlovic, Konrad Laimer und Luis Diaz saßen u.a. auf der Bank, genauso wie Lennart Karl. Jonas Urbig vertrat Manuel Neuer im Tor, Minjae Kim und Hiroki Ito bildeten die Innenverteidigung, Tom Bischof startete außen defensiv für Laimer, Leon Goretzka spielte für Pavlovic im Mittelfeld und Nicolas Jackson erhielt den Vorzug gegenüber Luis Diaz. Offensivpower mit Michael Olise, Jamal Musiala und Harry Kane blieb im Team, ebenso wie Joshua Kimmich.
Der FC Bayern fand in der ersten Halbzeit gar nicht so recht in die Partie. Erneute Umstellungen und das Ausscheiden aus der Champions League, das wohl noch nicht ganz verarbeitet war, trugen augenscheinlich dazu bei. Die erste gute Gelegenheit hatten die abstiegsbedrohten Wolfsburger durch Souza. Nach den ersten Abschlüssen der Wölfe hatte dann der FC Bayern durch Jamal Musiala einen guten Versuch. Dann Tom Bischof im Pech. Er traf nur die Latte, auch Leon Goretzka im Nachsetzen brachte den Ball nicht über die Linie. Nächste Bayern-Chance durch Nicolas Jackson. Dann mal wieder der VfL mit einer Gelegenheit durch Wimmer. Auf der anderen Seite gab es dann nach Foul an Michael Olise im VfL-Strafraum Strafstoß für den FC Bayern. Eine Sache für Harry Kane, doch diesmal passierte was ungewöhnliches. Kane verzog und traf nicht. Kann passieren. Weiter 0:0. In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurden die Wölfe dann noch mal gefährlich. Erst vergaben Vavro und Eriksen und wenig später auch noch Pejcinovic für die Wolfsburger. So ging es nach einer unterhaltsamen ersten Halbzeit mit Chancen auf beiden Seiten torlos in die Pause.
Nach dem Wechsel dominierte der FC Bayern die Partie und hatte durch Musiala und Jackson die ersten Abschlüsse. Und dann ging der FC Bayern in Führung. Michael Olise schweisste den Ball in den Wolfsburger Kasten. Traumtor. Der 117. Bundesligatreffer des FC Bayern in dieser Saison. Wenig später die nächste Gelegenheit für den FC Bayern durch Kane. Wieder Kane mit einer weiteren Bayern-Chance. Nächster Versuch des FC Bayern durch Tom Bischof. Weiterer Abschluss des FC Bayern durch den eingewechselten Lennart Karl. Kurz vor Schluss dann doch noch Glück für den FC Bayern. Der Wolfsburger Svanberg traf nur den Pfosten. So blieb es am Ende beim aufgrund einer klaren Überlegenheit in der zweiten Halbzeit letztendlich verdienten 1:0-Sieg des FC Bayern beim VfL Wolfsburg. Schon in der ersten Halbzeit hatte der FC Bayern viel Ballbesitzt, allerdings setzten die Wolfsburger den einen oder anderen Nadelstich und hatten einige Abschlüsse, aber auch der FC Bayern hatte Gelegenheiten. Nach dem Wechsel spielte fast nur noch der FC Bayern, war dominant und hatte Möglichkeiten. Von den Wolfsburger kam offensiv kaum noch was, bis sie kurz vor Schluss die Chance auf den Ausgleich vergaben. Alles in allem war es ein verdienter Bayern-Sieg gegen doch etwas überraschend starke Wolfsburger.
Durch den Sieg in Wolfsburg ist der FC Bayern saisonübergreifend nun seit 26 Auswärtsspielen in der Bundesliga ungeschlagen und wird diese Saison ohne Auswärtsniederlage abschließen. Von 17 Bundesliga-Auswärtsspielen in dieser Saison gewann der FC Bayern starke 14 Partien, bei drei Unentschieden, holte satte 45 Punkte (sogar mehr als daheim in der Allianz Arena) bei einem Torverhältnis von 54:17. Stark.
Die Bundesliga-Tabelle führt der FC Bayern mit weiterhin 16 Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund an.
Am kommenden Samstag steigt dann der letzte Bundesliga-Spieltag in dieser Saison. Der FC Bayern muss dann daheim gegen den bereits vor dem Abstieg geretteten 1.FC Köln antreten. Dann wird dem FC Bayern auch die Meisterschale überreicht. Zudem ist es die Generalprobe vor dem eine Woche später statt findenden DFB-Pokalfinale in Berlin gegen den VfB Stuttgart.
Die Frauen des FC Bayern scheinen den Männern in dieser Saison immer einen Schritt voraus zu sein. Die Bayern-Mädels bekamen bereits am letzten Samstag nach dem 2:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt ihre Meisterschale überreicht und treffen bereits am kommenden Donnerstag im DFB-Pokalfinale in Köln auf den VfL Wolfsburg.
Donnerstag, 7. Mai 2026
Der Traum ist geplatzt - Bayern ums Finale gebracht
Der Traum vom Champions League-Finale ist geplatzt. Im Halbfinal-Rückspiel gegen Paris St. Germain reichte es nur zu einem 1:1-Unentschieden. Nach der knappen 4:5-Niederlage in Paris war das zu wenig. Ein Tor fehlte zur Verlängerung, Der FC Bayern hatte sicher nicht seinen besten Tag, aber die eine oder andere fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidung kostete dem FC Bayern den Finaleinzug. Allen voran hätte es nach klarem Handspiel vom Pariser Mendes bereits in der ersten Halbzeit die Gelb/Rote-Karte gegen Mendes geben müssen, was das Spiel komplett verändert hätte.
Beim FC Bayern waren alle bis auf den verletzten Serge Gnabry an Bord. Es begann die erwarte 1 A-Startelf mit Michal Olise, Jamal Musiala, Luis Diaz und Harry Kane in der Offensive. Konrad Laimer bekam in der Defensive den Vorzug gegenüber Alphonso Davies.
Das Spiel begann denkbar schlecht. Mit der ersten richtigen Aktion ging PSG durch Dembele bereits nach wenigen Minuten früh in Führung. Jetzt brauchte der FC Bayern schon zwei Tore für die Verlängerung. Der FC Bayern tat sich schwer gegen gut verteidigende Pariser zu klaren Torchancen zu kommen und musste immer aufpassen vor den schnellen Gegenstößen von PSG. Luis Diaz hatte dann mal einen gefährlichen Abschluss für den FC Bayern. Kurz darauf die bis dahin beste Gelegenheit für den FC Bayern durch Michael Olise. Dann wurde es hitzig. Der Pariser Mendes bekommt den Ball im Mittelfeld von Konrad Laimer klar an den Arm. Ein klares Handspiel. Mendes hatte bereits die gelbe Karte gesehen und hätte hier mit Gelb/Rot vom Platz gemusst. Aber es wurde anders entschieden. Angeblich soll vorher bereits Laimer ein Handspiel begangen haben. Eine klare Fehlentscheidung. Ein Platzverweis gegen PSG hätte das Spiel komplett verändert. Möglicherweise die spielentscheidende Szene. Nur wenig später die nächste Diskussion. Der Pariser Vitinha haut den Ball aus dem eigenen Strafraum, der Ball fliegt klar an die Hand seines Mitspielers Neves im PSG-Strafraum. Statt Strafstoß für den FC Bayern ging das Spiel einfach weiter. Zwar heißt es, wenn der Ball vom eigenen Mitspieler als Befreiungsschlag an die Hand geht ist es kein strafbares Handspiel, aber das ist doch hochgradig lächerlich. Der Ball ging an den ausgestreckten Arm, bzw. Hand. Wenn man dagegen sich den Handstrafstoß, der letzte Woche in Paris gegen den FC Bayern und Alphonso Davies gepfiffen wurde ansieht, dann kann man nur mit den Kopf schütteln. Es lief alles gegen den FC Bayern. Auf der anderen Seite hatte dann Mendes eine Möglichkeit für PSG. Kurz vor der Pause vergaben Jamal Musiala und Jonathan Tah noch zwei Gelegenheiten für den FC Bayern. So ging es mit einem unglücklichen 0:1 in die Pause.
Nach dem Wechsel versuchte der FC Bayern weiter Druck zu machen, aber PSG verteidigte weiter gut. Man musste weiter auf die Konter aufpassen. Doue vergab für PSG. Dann die nächste Gelegenheit für PSG durch Kvaratskhelia. Der FC Bayern mit klar mehr Ballbesitz, aber PSG hatte in der Phase die gefährlicheren Abschlüsse, was aber auch normal ist, denn der FC Bayern lag zurück, machte Druck und stand hoch und so hatte PSG dann Platz zum Kontern. Josip Stanisic mit einem Abschluss für den FC Bayern, auf der anderen Seite probierte es Doue für PSG, aber weiter 0:1. Dann eine Gelegenheit für den FC Bayern durch Diaz. Nächster Abschluss des FC Bayern durch Olise kurz darauf. Dann hatte Doue die nächste Möglichkeit für PSG. Wenig später nochmal Doue mit einer Gelegenheit für PSG. Dem FC Bayern lief langsam die Zeit davon, deswegen war man hinten natürlich immer offener. Der FC Bayern versuchte alles, kam aber kaum noch durch die PSG-Defensive. Und PSG immer brandgefährlich bei Kontern. Barcola mit einer weiteren Möglichkeit für PSG. Es lief bereits die Nachspielzeit, da konnte man dann doch noch jubeln. Harry Kane traf zum 1:1. Das Tor kam aber zu spät. Wenig später war Schluss und der FC Bayern ausgeschieden. Bitter.
In der ersten Halbzeit spielte der FC Bayern nach dem frühen Rückstand ordentlich, auch wenn die ganz großen Gelegenheiten fehlten. Nach dem Wechsel musste der FC Bayern peu a peu das Risiko erhöhen, dadurch kam PSG zu einigen Kontermöglichkeiten. Insgesamt verteidigte Paris sehr stark und der FC Bayern tat sich in der Offensive erstaunlich schwer. Immerhin gelang kurz vor Schluss wenigstens noch der Ausgleich und verhinderte eine Niederlage, auch wenn das am Ausscheiden nichts mehr änderte. Der FC Bayern hatte sicher nicht seinen besten Tag erwischt, PSG verteidigte sehr stark und war bei Umschaltsituationen immer gefährlich, dazu kam eine desolate Schiedsrichterleistung. Es hätte auf jeden Fall die Gelb/Rote-Karte gegen den Pariser Mendes geben müssen was das Spiel komplett verändert hätte. Es kam nahezu alles zusammen, alles lief gegen den FC Bayern, es sollte einfach nicht sein. Nimmt man beide Halbfinalspiele zusammen, dann ist sicherlich nicht die bessere Mannschaft ins Finale eingezogen.
Dennoch hatte der FC Bayern eine starke Champions League-Saison gespielt. Die Ligaphase schloss der FC Bayern als Tabellenzweiter mit sieben Siegen aus acht Spielen ab. Im Achtelfinale gab es zwei klare Siege gegen Atalanta Bergamo und im Viertelfinale wurde mit zwei Siegen Real Madrid ausgeschaltet. Man war Teil des irren Torspektakels im Halbfinal-Hinspiel in Paris. Der FC Bayern verlor von 14 Spielen nur zwei (auswärts bei den beiden Finalisten FC Arsenal und PSG) und blieb zu Hause ungeschlagen (sechs Siege, ein Unentschieden). Torverhältnis insgesamt 43:20. Starke Offensive, aber leider ein paar Gegentore zu viel. Das sah man auch in den letzten Wochen. 17 Gegentore in den letzten sieben Pflichtspielen ist einfach viel zu viel für den FC Bayern. An der Defensive, vielleicht auch an der taktischen Ausrichtung, muss für die Zukunft gearbeitet werden. Es kann nicht sein, dass man immer drei, vier Tore braucht um ein Spiel zu gewinnen. Es müssen auch mal ein oder zwei Tore reichen.
Die Champions League-Saison ist für den FC Bayern jetzt leider vorbei, man kann es nicht mehr ändern. Aber unter die besten vier Mannschaften in Europa zu kommen und sich im Halbfinale mit Titelverteidiger Paris St. Germain auf Augenhöhe zu bewegen ist dennoch eine starke Leistung. Man muss jetzt nach vorne schauen. Zwei Bundesligaspiele hat der FC Bayern in dieser Saison noch, die verdiente Meisterschale gibt es noch und dann hat man ja noch ein großes Ziel. Am 23.Mai 2026 steht noch in Berlin das Finale um den DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart an.
Weiter geht es für den FC Bayern aber erstmal am kommenden Samstag in der Bundesliga mit einem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg.
Montag, 4. Mai 2026
Olise verhindert Komplett-Blamage
Erster gegen Letzter. Eigentlich müsste das eine klare Angelegenheit sein. Aber der FC Bayern tat sich im Bundesligaspiel gegen den 1.FC Heidenheim zwischen den beiden PSG-Spielen mit einer B-Elf extrem schwer, lag zweimal hinten und konnte erst tief in der Nachspielzeit gerade so ein 3:3-Unentschieden retten.
Beim FC Bayern fehlten Serge Gnabry, Lennart Karl und Raphael Guerreiro (alle verletzt). Tom Bischof war nach Verletzung wieder im Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Es wurde erwartungsgemäß wieder viel rum rotiert. So saßen u.a. Manuel Neuer, Dayot Upamecano (kam nicht zum Einsatz), Joshua Kimmich, Luis Diaz, Michael Olise und Harry Kane nur auf der Bank. Neuer wurde im Tor durch Jonas Urbig vertreten. Minjae Kim und Hiroki Ito spielten in der Defensive. Nachwuchsspieler Ndiaye spielte neben Leon Goretzka im Mittelfeld. Und hinter Kane-Vertreter Nicolas Jackson spielten Alexandar Pavlovic, Jamal Musiala und Konrad Laimer. Eine merkwürdige Formation und das merkte man auch im Spiel, besonders in der ersten Halbzeit.
Der FC Bayern kontrollierte zunächst die Partie ohne aber zu großen Chancen zu kommen. Leon Goretzka und Hiroki Ito hatten Abschlüsse für den FC Bayern. Mit der ersten richtigen gefährlichen Aktion gingen dann plötzlich die Heidenheimer durch Zivzivadze in Führung. Wenig später hatten die Heidenheimer, die frecher wurden, durch Dinkci die nächste Gelegenheit. Aber wieder nur ein paar Minuten später war es dann passiert. Dinkci traf für Heidenheim, die Bayern-Abwehr pennte mal wieder. 0:2. Unglaublich. Kurz vor der Pause dann wenigstens noch der Anschlusstreffer für den FC Bayern durch Leon Goretzka. Jamal Musiala, der ansonsten blass blieb, hatte dann noch eine Möglichkeit. Mit einem blamablen 1:2 ging es in die Halbzeit.
Zur zweiten Halbzeit kamen dann beim FC Bayern direkt Joshua Kimmich, Luis Diaz, Michael Olise und Harry Kane in die Partie. Ein Zeichen, dass Trainer Kompany mit der ersten Halbzeit sicher nicht zufrieden war. Weil die zweite Reihe murks spielte musste dann doch der Topsturm noch ran. Es war dann auch sofort mehr Zug im Spiel des FC Bayern. Nicolas Jackson und Minjae Kim vergaben zunächst noch Möglichkeiten zum Ausgleich. Doch dann war es erneut Leon Goretzka, der traf und den Doppelpack schnürte. 2:2. Der FC Bayern war jetzt am Drücker. Erst vergab Michael Olise, dann traf Joshua Kimmich nur den Pfosten des Heidenheimer Tores. Doch plötzlich hatte Heidenheim, bis dahin offensiv seit dem Wechsel kaum präsent, durch Dinkci eine dicke Gelegenheit zur erneuten Führung. Dann wieder der FC Bayern, aber Luis Diaz vergab. Stattdessen traf kurz darauf erneut Zivzivadze für Heidenheim. 2:3. Wieder Rückstand. Unfassbar. Und das gegen den Tabellenletzten. Der FC Bayern drückte in der Folge auf den erneuten Ausgleich. Leon Goretzka mit einen guten Abschluss. Michael Olise traf nur den Pfosten. Nicolas Jackson vergab die nächste Bayern-Chance. Heidenheim stand nur noch hinten drin. Wegen einer langen Verletzungsunterbrechung gab es eine dementsprechende Nachspielzeit. Und tatsächlich. Tief in der Nachspielzeit gelang dem FC Bayern dann doch noch der insgesamt sicher verdiente Ausgleich. Ein Schuss von Michael Olise ging an den Pfosten, von dort prallte er an den Rücken von Heidenheim-Keeper Ramaj und vom Rücken kullerte der Ball über die Linie ins Tor. Sicher ein glücklicher Treffer. Dann war Schluss. Es blieb beim 3:3.
Aufgrund des späten Zeitpunktes und wie das Tor zustande kam sicher ein glückliches Remis für den FC Bayern, aber wegen der vielen Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit natürlich verdient. Dennoch ist es schon blamabel, dass man am Ende gegen den Tabellenletzten mit einem Unentschieden zufrieden sein muss. Dass was die zweite Reihe in der ersten Halbzeit ablieferte geht gar nicht. Kompany sollte es mit dem Rotieren nicht übertreiben, da läuft dann nämlich nicht viel zusammen. Erschreckend ist auch, dass, wenn ein paar Stammkräfte draußen sind, man selbst gegen den Tabellenletzten Probleme bekommt. Da sollte zur neuen Saison nachgebessert werden. Im Idealfall sollte jede Position doppelt und gleichwertig besetzt sein.
Auffällig ist zudem, und das kann nicht mehr bestritten werden, dass der FC Bayern mittlerweile ein großes Defensivproblem hat. Drei Gegentore gegen Real Madrid, zwei gegen den VfB Stuttgart, Drei in Mainz, fünf in Paris und drei gegen Heidenheim. Das macht 16 Gegentore in den letzten sechs Spielen. Das ist deutlich zu viel. Mit so einer Defensive kann einem vor dem Rückspiel gegen PSG Angst und Bange werden. An der Defensive muss gearbeitet werden. Alleine sechs Gegentore in zwei Spielen gegen Gegner wie Mainz und Heidenheim geht gar nicht. Auch wenn man schon als Deutscher Meister fest steht so, gerade defensiv, darf man sich als FC Bayern nicht präsentieren. Aber wenn ständig rotiert wird, auch defensiv, dann kann natürlich Stabilität und Abstimmung verloren gehen und die Folge sind zu viele Gegentore.
Am kommenden Mittwoch steht dann das Rückspiel im Halbfinale der Champions League zu Hause in der Allianz Arena gegen Paris St. Germain an. Der FC Bayern muss die 4:5-Niederlage aus dem Hinspiel drehen. Der FC Bayern muss mit zwei Toren Differenz gewinnen, wenn er ins Finale der Champions League einziehen will. Wie das bei dieser Abwehr gelingen soll ist ein Rätsel. Der FC Bayern braucht einen Sahnetag, PSG muss einen schlechten Tag haben und der FC Bayern braucht jede Menge Glück. Es wird auf jeden Fall eine extrem schwierige Aufgabe für den FC Bayern. Man hätte gegen Heidenheim, wenn man von Anfang an mit der best möglichen Elf gespielt hätte, klar gewinnen können, sich warm schießen können und sich Selbstvertrauen holen können. Dafür ist das 3:3 aber zu wenig. Stattdessen hat Heidenheim unsere Defensivprobleme deutlich aufgezeigt. Rotieren ist ja schön und gut, man kann auf drei, vier Positionen mal wechseln. Aber solche extremen Rotationen sind eher kontraproduktiv. Verletzen kann man sich auch im Training (siehe bei Serge Gnabry) und sogar eher als im Spiel.
Die Frauen des FC Bayern haben bereits das Finale in der Champions League verpasst. Mit 2:4 verloren die Bayern-Frauen das Halbfinal-Rückspiel beim FC Barcelona. Nach dem 1:1 im Hinspiel reichte das natürlich für den FC Bayern nicht. Ob es die Männer des FC Bayern besser machen? Sehr fraglich.
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