Der Traum vom Champions League-Finale ist geplatzt. Im Halbfinal-Rückspiel gegen Paris St. Germain reichte es nur zu einem 1:1-Unentschieden. Nach der knappen 4:5-Niederlage in Paris war das zu wenig. Ein Tor fehlte zur Verlängerung, Der FC Bayern hatte sicher nicht seinen besten Tag, aber die eine oder andere fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidung kostete dem FC Bayern den Finaleinzug. Allen voran hätte es nach klarem Handspiel vom Pariser Mendes bereits in der ersten Halbzeit die Gelb/Rote-Karte gegen Mendes geben müssen, was das Spiel komplett verändert hätte.
Beim FC Bayern waren alle bis auf den verletzten Serge Gnabry an Bord. Es begann die erwarte 1 A-Startelf mit Michal Olise, Jamal Musiala, Luis Diaz und Harry Kane in der Offensive. Konrad Laimer bekam in der Defensive den Vorzug gegenüber Alphonso Davies.
Das Spiel begann denkbar schlecht. Mit der ersten richtigen Aktion ging PSG durch Dembele bereits nach wenigen Minuten früh in Führung. Jetzt brauchte der FC Bayern schon zwei Tore für die Verlängerung. Der FC Bayern tat sich schwer gegen gut verteidigende Pariser zu klaren Torchancen zu kommen und musste immer aufpassen vor den schnellen Gegenstößen von PSG. Luis Diaz hatte dann mal einen gefährlichen Abschluss für den FC Bayern. Kurz darauf die bis dahin beste Gelegenheit für den FC Bayern durch Michael Olise. Dann wurde es hitzig. Der Pariser Mendes bekommt den Ball im Mittelfeld von Konrad Laimer klar an den Arm. Ein klares Handspiel. Mendes hatte bereits die gelbe Karte gesehen und hätte hier mit Gelb/Rot vom Platz gemusst. Aber es wurde anders entschieden. Angeblich soll vorher bereits Laimer ein Handspiel begangen haben. Eine klare Fehlentscheidung. Ein Platzverweis gegen PSG hätte das Spiel komplett verändert. Möglicherweise die spielentscheidende Szene. Nur wenig später die nächste Diskussion. Der Pariser Vitinha haut den Ball aus dem eigenen Strafraum, der Ball fliegt klar an die Hand seines Mitspielers Neves im PSG-Strafraum. Statt Strafstoß für den FC Bayern ging das Spiel einfach weiter. Zwar heißt es, wenn der Ball vom eigenen Mitspieler als Befreiungsschlag an die Hand geht ist es kein strafbares Handspiel, aber das ist doch hochgradig lächerlich. Der Ball ging an den ausgestreckten Arm, bzw. Hand. Wenn man dagegen sich den Handstrafstoß, der letzte Woche in Paris gegen den FC Bayern und Alphonso Davies gepfiffen wurde ansieht, dann kann man nur mit den Kopf schütteln. Es lief alles gegen den FC Bayern. Auf der anderen Seite hatte dann Mendes eine Möglichkeit für PSG. Kurz vor der Pause vergaben Jamal Musiala und Jonathan Tah noch zwei Gelegenheiten für den FC Bayern. So ging es mit einem unglücklichen 0:1 in die Pause.
Nach dem Wechsel versuchte der FC Bayern weiter Druck zu machen, aber PSG verteidigte weiter gut. Man musste weiter auf die Konter aufpassen. Doue vergab für PSG. Dann die nächste Gelegenheit für PSG durch Kvaratskhelia. Der FC Bayern mit klar mehr Ballbesitz, aber PSG hatte in der Phase die gefährlicheren Abschlüsse, was aber auch normal ist, denn der FC Bayern lag zurück, machte Druck und stand hoch und so hatte PSG dann Platz zum Kontern. Josip Stanisic mit einem Abschluss für den FC Bayern, auf der anderen Seite probierte es Doue für PSG, aber weiter 0:1. Dann eine Gelegenheit für den FC Bayern durch Diaz. Nächster Abschluss des FC Bayern durch Olise kurz darauf. Dann hatte Doue die nächste Möglichkeit für PSG. Wenig später nochmal Doue mit einer Gelegenheit für PSG. Dem FC Bayern lief langsam die Zeit davon, deswegen war man hinten natürlich immer offener. Der FC Bayern versuchte alles, kam aber kaum noch durch die PSG-Defensive. Und PSG immer brandgefährlich bei Kontern. Barcola mit einer weiteren Möglichkeit für PSG. Es lief bereits die Nachspielzeit, da konnte man dann doch noch jubeln. Harry Kane traf zum 1:1. Das Tor kam aber zu spät. Wenig später war Schluss und der FC Bayern ausgeschieden. Bitter.
In der ersten Halbzeit spielte der FC Bayern nach dem frühen Rückstand ordentlich, auch wenn die ganz großen Gelegenheiten fehlten. Nach dem Wechsel musste der FC Bayern peu a peu das Risiko erhöhen, dadurch kam PSG zu einigen Kontermöglichkeiten. Insgesamt verteidigte Paris sehr stark und der FC Bayern tat sich in der Offensive erstaunlich schwer. Immerhin gelang kurz vor Schluss wenigstens noch der Ausgleich und verhinderte eine Niederlage, auch wenn das am Ausscheiden nichts mehr änderte. Der FC Bayern hatte sicher nicht seinen besten Tag erwischt, PSG verteidigte sehr stark und war bei Umschaltsituationen immer gefährlich, dazu kam eine desolate Schiedsrichterleistung. Es hätte auf jeden Fall die Gelb/Rote-Karte gegen den Pariser Mendes geben müssen was das Spiel komplett verändert hätte. Es kam nahezu alles zusammen, alles lief gegen den FC Bayern, es sollte einfach nicht sein. Nimmt man beide Halbfinalspiele zusammen, dann ist sicherlich nicht die bessere Mannschaft ins Finale eingezogen.
Dennoch hatte der FC Bayern eine starke Champions League-Saison gespielt. Die Ligaphase schloss der FC Bayern als Tabellenzweiter mit sieben Siegen aus acht Spielen ab. Im Achtelfinale gab es zwei klare Siege gegen Atalanta Bergamo und im Viertelfinale wurde mit zwei Siegen Real Madrid ausgeschaltet. Man war Teil des irren Torspektakels im Halbfinal-Hinspiel in Paris. Der FC Bayern verlor von 14 Spielen nur zwei (auswärts bei den beiden Finalisten FC Arsenal und PSG) und blieb zu Hause ungeschlagen (sechs Siege, ein Unentschieden). Torverhältnis insgesamt 43:20. Starke Offensive, aber leider ein paar Gegentore zu viel. Das sah man auch in den letzten Wochen. 17 Gegentore in den letzten sieben Pflichtspielen ist einfach viel zu viel für den FC Bayern. An der Defensive, vielleicht auch an der taktischen Ausrichtung, muss für die Zukunft gearbeitet werden. Es kann nicht sein, dass man immer drei, vier Tore braucht um ein Spiel zu gewinnen. Es müssen auch mal ein oder zwei Tore reichen.
Die Champions League-Saison ist für den FC Bayern jetzt leider vorbei, man kann es nicht mehr ändern. Aber unter die besten vier Mannschaften in Europa zu kommen und sich im Halbfinale mit Titelverteidiger Paris St. Germain auf Augenhöhe zu bewegen ist dennoch eine starke Leistung. Man muss jetzt nach vorne schauen. Zwei Bundesligaspiele hat der FC Bayern in dieser Saison noch, die verdiente Meisterschale gibt es noch und dann hat man ja noch ein großes Ziel. Am 23.Mai 2026 steht noch in Berlin das Finale um den DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart an.
Weiter geht es für den FC Bayern aber erstmal am kommenden Samstag in der Bundesliga mit einem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg.
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